In Verbündung mit Micha Fritz - Zwischen innerer Reise, Care-Arbeit und Machtstrukturen
Shownotes
Was es braucht, damit Allyship nicht nur gut gemeint, sondern gelebte Praxis wird, darüber sprechen in dieser Folge Kai und Helene mit Micha Fritz – Aktivist, Vater, Mitgründer von Viva con Agua – und über den langen, widersprüchlichen und manchmal schmerzhaften Weg, den Männer gehen müssen, wenn sie sich mit ihren Privilegien auseinandersetzen.
Micha nimmt uns mit auf seine persönliche Reise – vom unreflektierten Mann im schwäbischen Bildungsbürgertum bis hin zu einem Verbündeten, der gelernt hat: Zuhören, lernen und Verantwortung übernehmen sind keine einmaligen Gesten, sondern tägliche Entscheidungen. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie strukturelle Veränderungen wirklich gelingen können – in Familien, Organisationen und der Gesellschaft. Micha spricht offen über Gleichberechtigung im Alltag, die systematische Aufteilung von Care-Arbeit in seiner eigenen Familie und über die befreiende Wirkung, wenn alte Rollenbilder durchbrochen werden.
Gemeinsam diskutieren die drei, warum Allyship unbequem ist, aber auch befreiend – und warum es gerade jetzt klare Haltungen und gelebte Widersprüche braucht. Micha teilt seine Zweifel, Erfahrungen und Hoffnungen – immer mit dem Ziel, Räume zu öffnen, in denen echte Veränderung möglich ist. Es reicht nicht, feministische Haltung zu posten – man muss sie leben. Und zwar konsequent, ehrlich und am besten: in Verbündung.
Hier gibt es mehr Infos:
- Fair Share im Netz: https://fairsharewl.org/de/
- Helene bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/helene-wolf-she-her-417bb22/
- Kai bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-viehof-023748330/
- Micha bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/michaelfritz-vivaconagua
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo, ich bin Helene,
00:00:07: Mitbegründerin
00:00:08: und Co-Geschäftsführerin von Fair Share of Women Leaders.
00:00:12: Und ich bin Kai Viehhof, Impact Philanthrop und Sozialunternehmer.
00:00:17: Zusammen starten wir den Podcast in Verbindung.
00:00:21: Rund um die Themen Geschlechtergerechtigkeit, die Rolle von Männern und Allianzen für den Wandel.
00:00:26: Gemeinsam werden wir mit Gästen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft
00:00:30: diskutieren.
00:00:31: wie wir gemeinsam Geschlechtergerechtigkeit erreichen können.
00:00:35: In Verbindung.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen zurück zu unserem Podcast In Verbindung zum Thema Allyship im Feminismus.
00:00:46: Ich bin Kai und mit mir hier ist natürlich wieder die Helene.
00:00:50: Hallo Helene.
00:00:51: Hallo Kai, auch ich freue mich total wieder hier zu sein.
00:00:55: und weiter zu diskutieren zum Thema Rolle von Männern und Allyship im Feminismus.
00:01:01: Und wir haben natürlich auch heute wieder einen Gast dabei und freuen uns sehr, dass Micha Fritz heute bei uns ist.
00:01:07: Micha, herzlich willkommen.
00:01:09: Danke für die Anleitung.
00:01:11: Ja, Micha, wir haben uns ja kennengelernt über einen gemeinsamen Freund und ich habe dich ja mal in Hamburg besucht, in der Wiedervieber.
00:01:20: Und habe dann so ein bisschen verfolgt, auch was du so auf Social Media und Instagram treibst und habe festgestellt, dass du ein großer großer Fürsprecher bist für feministische Themen.
00:01:33: Und da, ja, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, dich mal zu fragen, ob du dir heute die Zeit nimmst.
00:01:41: Und ja, wunderbar, dass du heute da bist.
00:01:43: Möchtest du denn dich selber auch nochmal kurz ein bisschen vorstellen?
00:01:47: für diejenigen, die dich vielleicht... noch nicht kennen.
00:01:51: Klar, sehr gerne.
00:01:52: Alles, was ihr wollt, ist ja euer Podcast.
00:01:54: Und was nicht irgendwelchen Werten widerspricht.
00:01:56: Ich bin zweiundvierzig Jahre Papa von zwei wundervollen Kindern.
00:02:00: Ehemann, Lebenspartner von einer wunderbaren Frau, ohne die ich diesen Podcast nicht machen könnte.
00:02:09: Denn all das, was ich über Feminismus erleyschebe, Vielleicht auch Ungerechtigkeiten in Bezug auf Geschlechterthematiken weiß ich federfühlen von meiner Frau und von anderen oft weiblich gelesenen Menschen, die da unfassbar viel Arbeit gemacht haben.
00:02:25: Und das möchte ich deswegen dazu sagen, weil man als Mann dann gerne abgefeiert wird.
00:02:30: dafür in gewissen Bubbles, wenn man sich dann feministisch äußert und so weiter.
00:02:34: Das kann ich aber nur machen, weil ganz viele eben nicht abgefeiert wurden und die Arbeit gemacht haben, die Aufklärungsarbeit, die Bildungsarbeit, die kostenlose Bildungsarbeit etc.
00:02:45: Abseits von dem Social Media, was du angesprochen hast, versuche ich das auch im normalen Leben sehr authentisch zu führen und bin ja fest angestellt bei Viva Conacva, hab das gründen dürfen.
00:02:58: Macht es seit neunzehn, zwanzig Jahren.
00:03:02: bin ich mehr resozialisierbar für so eine Corporate Bullshit-Belt, in der es umhöhe schneller weitergeht, sondern glaube Maximan ans Gemeinwohl, auch wenn es die vielleicht fast schwierigste Phase der Gemeinwohlökonomie ist, die ich mitbekommen.
00:03:16: Gerade dank Trump, Merz und Co.
00:03:20: lieben wir nicht.
00:03:21: Das Erkasmus-Ironie-Level ist hoch.
00:03:23: Genau, sonst bin ich vielschichtig.
00:03:27: unterwegs in ganz vielen verschiedenen Bubbles, um Menschen zu aktivieren, begeistern, inspirieren und das auf möglichst freutvolle Art und Weise.
00:03:36: Was nicht immer leicht ist bei Themen, bei Wasser sehr leicht, bei ganz vielen anderen Themen nicht so leicht.
00:03:41: Auch gerade wenn es um so feministische Themen geht, dann sind dann natürlich Frauen immer gern die nervige alte in Anfangszeichen oder werden dann wieder so weggeblabla, emotionalisiert und diese ganzen Tricks da, die ja angewandt werden, letztendlich, und dann höre ich auch auf mit dem Monolog, aber ihr wollt ja irgendwas vorstellen.
00:04:02: Ich glaube, ich gehe nur noch darum, die Strukturen zu verändern.
00:04:06: Also auch, wie du es wirklich schaffst, strukturelle Veränderungen herbeizuführen, klein wie im Großen.
00:04:15: Und ich glaube, du kannst nur selber anfangen, deswegen bin ich auch aus allen.
00:04:19: Führungspositionen schon lange raus.
00:04:20: Also ich habe bestimmt auf so einer Personal-Power bla bla bla und Kommunikations-Ebene hören mir Leute zu, auch intern.
00:04:29: Und durch Inspiration führe ich ab und zu auch.
00:04:31: Aber ich habe nichts zu sagen.
00:04:34: Ich bin kein Vorstand, bin kein Geschäftsführer, habe keine Budgets, habe keine Personalverantwortung.
00:04:38: Darf nicht mal einen Praktikanten haben.
00:04:41: Deswegen habe ich gerade einen ehrenamtlichen Topmanager, der zwanzig Jahre alt ist.
00:04:45: der quasi so was wie ein Praktikum macht, aber wie gesagt, ich darf keine Praktikanten führen.
00:04:49: That's me, freies integriertes Radikal.
00:04:52: Ja, vielen Dank.
00:04:54: Toll, dass du heute da bist und du hast ja auch schon selber angesprochen.
00:04:59: Wir versuchen uns dem Thema über die Idee von Allyship zu nähern rund um die Rolle von Männern in der Strukturveränderung, die du schon angesprochen hast.
00:05:09: Was heißt denn für dich Allyship?
00:05:11: Wie würdest du, wie definierst du das für dich und wie versuchst du das zu leben?
00:05:16: Ich glaube Allyship fängt an mit zuhören, reflektieren, Privilegien, Plattformen teilen, zuhören.
00:05:23: reflektieren, lernen Privilegien, Plattformen teilen, nicht die gleichen Fehler wiederholen und dann wirklich versuchen, systematische Veränderungen herbeizuführen, was allerdings ehrlicherweise sehr, sehr schwer ist.
00:05:38: Auch wenn du dir die ganzen Themenfelder jetzt von Gender und etc.
00:05:44: anguckst, dann sind extreme Veränderungen herbeigeführt worden, aber auch immer nur, wenn der Leidensdruck sehr hoch war.
00:05:53: geschichtlich betrachtet und es ist noch ein riesenlanger weg und trotzdem auch hoffnung.
00:05:58: ja weil das muss man auch sagen wenn du anschaust war das vielleicht zwei drei tausend zehn tausend jahre sehr patriarchal und jetzt wird daran gerüttelt zumindest mal in den letzten hundert jahren.
00:06:10: ja also ich mein muss man sich überlegen hundert jahre klingt für uns super viel weil es ein menschenleben ist.
00:06:17: im westlichen kontext ja also in ganz vielen anderen ländern hast du nicht so eine lebens erwartung Und deswegen geht es auch immer darum, in Würde zu altern.
00:06:24: Aber was ich eigentlich sagen will, ist, dass, glaube ich, in ganz... wurde das Frauenwahlrecht eingeführt.
00:06:34: Ja, das ist auf einer geschichtlichen Ebene natürlich ein Kantenschiss.
00:06:39: Das sage ich jetzt als weißer privilegierter Mann und so weiter.
00:06:42: Und da seitdem ist super viel passiert.
00:06:45: So, und das ist das einzige, was mir Hoffnung macht, weil im anderen Fall könntest du die Pumpkart in den Arsch stecken und abdrücken.
00:06:50: So, aber ich glaube schon, dass wir, dass diese, diese Büchse der Allyship, Wokeness, Linksgrün, Versüften, Bubble, whatever, diese Büchse ist geöffnet worden und die kannst du nie wieder schließen.
00:07:04: Die wirst du nie wieder schließen können.
00:07:06: Dass daran Leute versuchen, die abzukleben mit starken Gaffer, mit riesigen Ressourcen etc.
00:07:13: Ja.
00:07:14: Trotzdem kann das Kader, die ist geöffnet und die bleibt für immer offen.
00:07:17: Und das ist meine einzige Hoffnung.
00:07:20: Ja, da gebe ich dir recht oder fühle ich auch so, sagen wir es mal so, dass man das nicht mehr wird zurückdrehen können, aber die Kräfte, die da gerade gegenwirken und das versuchen, die sind derzeit so immens, wie es ja niemals erwartet hätte.
00:07:40: Und da ist gerade die Luft mal... ordentlich dünn geworden.
00:07:44: Ja, und was mich gerade zu unserem Thema dabei besonders beschäftigt, ist, dass es gerade für Männer, glaube ich, jetzt wieder noch mehr eine Entscheidung ist, sich damit auseinanderzusetzen.
00:07:55: Als weiblich gelesene Person kommst du kaum drum rum, aber ich glaube, wenn die Gegenkräfte wieder so hoch sind und es nicht mehr so gefühlt selbstverständlich erscheint, sind, glaube ich, Männer noch mehr gefragt, sich bewusst und aktiv dafür zu entscheiden, weil auf einmal scheinbar die Wahl wieder größer ist und man könnte sich auch wieder ein bisschen bequemer zurücklegen, weil der gesellschaftliche Druck gerade sinkt oder oder wie du das.
00:08:22: Ich habe ja zum Glück ein sehr diverses Familienfreundes, Umfeld, Menschen, mit denen ich arbeite aus ganz vielen Ländern und Kulturen etc.
00:08:33: von all meinen sage ich mal BIPOC-Freunden oder mit Migrationsgeschichte gelesenen Menschen weiß ich, dass du als Mensch, der in Deutschland nicht zu Mehrheitsgesellschaft gehört, du keine Wahl hast, ob du dich mit Rassismus außen untersetzt.
00:08:51: Du musst dich.
00:08:52: Und ich glaube so, der Vergleich ist bei Frauen genauso.
00:08:54: Frauen haben keine Wahl so, sondern die Strukturen wirken.
00:08:58: Die sind so uralt, das sind Muster, das sind unreflektierte Verhaltensweisen, das sind Trigger, whatever, da können wir reingehen, bis der Arzt kommt.
00:09:08: Als Mann hast du die Wahl, dich damit auseinanderzusetzen.
00:09:11: Du kannst auch komplett ignorant durch die Welt gehen und sogar, ey, es gibt Superstars, die so leben.
00:09:20: Du kannst sehr erfolgreich damit sein in dieser Welt.
00:09:23: Das ist sogar die Frage, egal, es ist eine andere Frage.
00:09:27: Das ist ja nicht der Erfolgs-Podcast, sondern was ich sagen will, ist, dass du als Mann schon diese Entscheidungen... treffen muss.
00:09:34: So.
00:09:35: Und ich hatte halt das Glück, dass ich, ich bin aus dem Schwabenländler Bildungsbürgertum aufgewachsen, aber sozialisiert auf St.
00:09:41: Pauli, habe sehr viel mit Künstlerinnen, Musikerinnen zusammen gearbeitet, Aktivistinnen.
00:09:47: Da hatte ich nicht wirklich die Wahl.
00:09:48: Ich musste eine innere Reise irgendwann antreten.
00:09:53: Viele Freunde, die haben es mir viel früher reingebrügelt, haben gesagt, ey, mach mal deine inner Homeworks.
00:09:58: Ich habe es nicht gecheckt, unrefliktiert.
00:10:01: oder er war dann so mit zweiunddreißig, dreiunddreißig, glaube ich, auf die Reise gegangen und es befreit einen auch selber.
00:10:07: Ich glaube, das ist auch das, was Leute oder man an den Männern sagen kann.
00:10:12: Es befreit euch selber von ganz vielen unangenehmen Situationen, von ganz vielen, wo ihr euch eigentlich schämt, von von Dingen, die ihr eigentlich hinter euch lassen könnt.
00:10:26: Es gibt ganz andere Türen, die dadurch aufgehen.
00:10:31: Deswegen glaube ich, dass es sich maximal für alle Beteiligten und für die Gesellschaft, für die Frauen, für die Kinder, für die Männer.
00:10:39: Dazu muss man natürlich sagen, dass die Männer es heute so schwer haben wie noch nie.
00:10:43: Ich muss auch mal ein Klagerlied auf die Männer, weil wir natürlich komplett überfordert sind.
00:10:48: Guck mal, wenn du dir das anguckst, die patriarchalen Strukturen haben wir früher ganz klar, der Mann hat das Geld verdient, bla bla bla, und die Frau hat sich um die Kinder gekommen.
00:10:57: Heute muss so als Mann erfolgreich im Job sein, muss ein guter Papa sein, muss sogar Zeit mit deinen Kindern verbringen.
00:11:03: Echt absurd.
00:11:04: Ja, der Ironie-Level war wieder hoch.
00:11:07: So, du musst noch Hobbys haben, whatever und so ins Blablabla.
00:11:11: Also es wird sehr, sehr viel und ich glaube, das ist echt eine Herausforderung für viele Männer.
00:11:16: Auch wenn ich es mit dem Schmunt in den Augen sage, aber dass wir in so einer Transformationsgeneration sind, in der mein Vater zum Beispiel nicht war, der ist zweiundvierzig geboren, also noch im zweiten Weltkrieg, der hat ja Da war ganz klar, der hat von sieben bis sieben gearbeitet.
00:11:30: War trotzdem ein cooler Papa, aber halt von sieben bis sieben gearbeitet.
00:11:34: Und das ist halt bei mir nicht mehr so.
00:11:37: Und so.
00:11:37: Und das ist auch ein Geschenk für meine Kinder, weil die werden viel mehr Zeit mit mir verbringen, als ich mit meinem Vater verbracht habe.
00:11:45: Das ist ja umgekehrt.
00:11:46: Gleich das sich irgendwie, was heißt gleich das sich an, was du jetzt sagst, was dann mehr auf die Anerwartung.
00:11:52: an die Männern gestellt wird.
00:11:54: Das ist natürlich bei Frauen und Müttern dann von der anderen Seite, an die plötzlich der Anbruch gestellt wird.
00:11:59: Sie sollen arbeiten gehen und möglichst Vollzeit arbeiten gehen und trotzdem eben diese Fülle von Aufgaben noch ausüben.
00:12:07: Und da finde ich es irgendwie schade, dass man so wenig gelernt hat, so jetzt nicht aufgrund von einer Rolle, die einem quasi geschlecht zugewiesen wird, sondern dass man es nicht schafft, diese Aufgaben irgendwo so auf diese Schultern zu verteilen, die ja nun mal da sind, völlig unabhängig davon, wer welches Geschlecht hat, um da irgendwo den Stresslevel rauszunehmen, dass man nicht das Gefühl hat, eben diese Riesen-Bunch von Erwartungen liegt irgendwie auf beiden Schultern gleich schwer und man kriegt den irgendwie nicht aufgeteilt, weil beide Seiten meinen, alles erfüllen zu müssen.
00:12:47: Und das ist so im Moment so das Dilemma, wo ich so auch gerade Eltern drin sehe und wo ich auch das Gefühl habe, dass viele Familien da richtig, richtig Probleme und Stress mit haben, was es dann auch wieder auf die Kinder auswirkt.
00:13:02: Es geht an denen auch niemals vorbei.
00:13:05: Aber das haben wir einfach nicht gelernt, dass jetzt abseits von dieser Zuweisung aufgrund des Geschlechts jetzt nochmal wirklich neu zu organisieren.
00:13:14: Ich glaube, das ist eines der größten gesellschaftlichen Probleme, die wir haben, ist, dass der Druck auf die kleinste Zelle, nämlich die Familie, immens groß geworden ist.
00:13:23: Also, dass du es kaum noch schaffst mit einem Gehalt, so egal, ob das dann fifty-fifty aufgeteilt ist oder wie auch immer ein Familiensystem, das aufteilen möchte, durchkommst, sondern dass beide arbeiten müssen, beide hasseln, beide mental load haben.
00:13:38: Und dazu, wo ihr auch in diese ganzen... Weißt du, ich hätte so gerne mal so einen Führerschein gehabt fürs Leben, der mir so ein paar Sachen vorher beibringt.
00:13:50: Ja, und deswegen brauchen wir, glaube ich, ein Komplett, oder ich weiß, dass wir ein anderes Bildungssystem brauchen, indem andere Dinge beigebracht werden, vor allem Empathie, Steuererklärung, andere Sachen einfach, auf die man auch im anderen Podcast eingehen könnte.
00:14:07: Wir haben als Familie das Glück, dass wir eine komplette, maximale, wie soll ich sagen, Businesskomponente reingezogen haben in unsere Familie.
00:14:19: Das heißt, wir haben alles so strukturiert, wie eine Organisation das strukturieren würde.
00:14:23: Und meine Frau hat das reingebracht und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.
00:14:26: Am Anfang war es super nervig für mich, weil sie hat das Gefühl, das Unfall aufgeteilt.
00:14:31: Das fing natürlich erst mit dem ersten Kind an.
00:14:33: Was für eine Abmahnung bekommen.
00:14:36: Aber eine deutliche.
00:14:37: Also eine fristlose Kündigung.
00:14:40: immer noch in der Probezeit als Papa.
00:14:42: Es hat auch echt lange gedauert.
00:14:44: Das ist jetzt eine kleine Klammer, aber ich glaube, meine Frau war mal drei Monate raus wegen einer schlimmen Gesichtsverletzung.
00:14:51: Und da hatte ich beide Kinder und danach hatte ich erst zu ihr gesagt, jetzt weiß ich, was es bedeutet, wirklich Papa zu sein, wenn man drei Monate zwei Kinder hast.
00:15:01: Und von der Belastung einfach wusste ich dann so, okay, alles klar, jetzt kann ich erahnen, was es bedeuten müsste.
00:15:08: Alleinerziehend zu sein, ja.
00:15:10: Und dann habe ich trotzdem noch Entscheidungen mit ihr treffen können, weil sie war ja noch erreichbar und so weiter.
00:15:15: Also deswegen diese ganze Ebene kam noch nicht mehr dazu, sondern nur die andere.
00:15:19: Aber um zurückzukommen, also mir geht es darum, so ein Bild zu offerieren, dass man oft sehr romantisiert in so Beziehungen reinsteuert und aber davon gar keinen guten Plan hat.
00:15:30: Und so würde man eine Organisation sowas wie über Konakva nie gründen.
00:15:34: Also okay, wir haben es auch ohne Plan gegründet, sorry, dummer Vergleich, aber.
00:15:37: Du hast normalerweise, wenn du was gründest, hast du ein Businessplan, du hast ein Kommunikationsplan oder ein Rollout.
00:15:43: Ja, du hast ein Organikram, du hast, wie wollen wir miteinander arbeiten, Methoden draufgepackt.
00:15:49: Und letztendlich hat Agit das gemacht.
00:15:51: Wir haben dann quasi analysiert, welche Jobs jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich, wöchentlich, täglich gibt.
00:15:57: Haben die mit Stunden hintersehen und haben eine Aufteilung gemacht.
00:16:01: Kam raus, die siebenhundert Stunden nicht, hundert achtzig.
00:16:03: Ja, maximal ungerecht.
00:16:05: Danach haben wir es angepasst, dass wir ungefähr Hälfte hälfte hatten.
00:16:10: Dann hatte ich zum Beispiel die Steuer, dann hatten wir im Jahr drauf Steuerschulden.
00:16:14: Das heißt dann im nächsten Jahr haben wir Skills drauf gepackt.
00:16:17: Ich bin zum Beispiel Arztkind, Rettungssanitäter, Schwester ist Noterzinn.
00:16:21: Ich check jedes Krankenhaus in einer Minute, wo die Wege sind.
00:16:25: Ich kann die Kurz von Ärzten etc.
00:16:27: Das heißt Gesundheitssystem fällt mir leicht.
00:16:30: uns weiter.
00:16:31: Das heißt, wir haben es komplett einmal analysiert, so dass auch, und das ist ein großes Geschenk, wenn wir streiten müssen, können wir über für mich fundamentale Sachen, fundamentale Sachen streiten und nicht darüber, wer die Wäsche unterbringt.
00:16:45: Meine Frau würde was anderes sagen, weil meine ADS manchmal dazu führt, dass ich die falsche Waschmaschine anmache, also nicht die falsche Waschmaschine, die falsche Wasch... Waschgang, ja, aber ich glaube, dass zum Beispiel nur als ein Beispiel wie wir anfangen müssen, auch unsere Beziehungen und unsere Familien zu strukturieren in einer Art und Weise, damit das überhaupt eine Chance hat, dass du überhaupt eine Chance hast, auf Fünfzig, Fünfzig zu kommen, ohne dich zu zerfleischen.
00:17:15: Und da brauchst du andere Skills, du brauchst andere Hilfestellungen aus meiner Sicht und du musst es den Menschen beibringen, weil das ist nicht gelernt.
00:17:24: Elinne, was denkst du denn, wenn wir uns beiden privilegierten Männern zufest?
00:17:31: Ja, ich finde es sehr interessant, dass wir in fast allen Podcasts kommen.
00:17:37: Entweder fangen wir bei Familie an oder landen irgendwann bei Familie und Kindern und dass das für viele, wenn nicht gelesene Personen, oft zu der Ort ist, wo Geschlechtergerechtigkeit oder Ungleichheiten.
00:17:49: Ach so.
00:17:50: Erkannt werden und angefangen werden zu bearbeiten.
00:17:54: Ich müsste mir noch ein bisschen Gedanken machen, wie ich die Idee finde, Familie als kapitalistisches Business System zu strukturieren.
00:18:02: Könnte man, glaube ich, auch noch einen extra Podcast machen.
00:18:05: Könnte auch eine Planwirtschaft.
00:18:06: Genau.
00:18:07: Bin ich mir gerade nicht ganz so sicher, wie sehr das in mein feministisches Weltbild passt.
00:18:12: Aber was brauche ich?
00:18:14: gerne nochmal zurückkommen, würde mich allen zwei Sachen, die du am Anfang gesagt hast, nämlich einmal, dass du sozusagen, ich nenne es jetzt mal sehr ermutigt wurdest von deinem Umfeld, auf was es eine innere Reise genannt zu gehen.
00:18:28: Ob du da noch ein paar Einblicke geben kannst, wie die außer und vielleicht auch was da Schmerzpunkte waren.
00:18:34: Und gleichzeitig hast du aber auch gesagt, du hast ganz viel Befreiung selbst erlebt.
00:18:39: Und da fände ich es auch spannend.
00:18:41: Beispiel zu hören, was du auch als befreiendene Momente erlebt hast in diesem inneren und ja auch äußeren Prozess.
00:18:51: Also ich möchte nur ganz kurz einmal die ganz klar stellen, dass diese, das ist schon um eine effizienze Aufteilung von so Familienleben und der Arbeit, Mentalarbeit und Kehrarbeit geht.
00:19:05: Das ist aber nicht für mich... um noch effektiver arbeiten zu können, um mehr Geld zu verdienen und so weiter, sondern einfach wirklich um den Stress zu reduzieren.
00:19:14: Weil also das ist wirklich meine voraus Geschäftsführung von unserem Kunstfestival.
00:19:20: Ich habe auch ein wildes Leben.
00:19:22: Wir würden einfach beide nicht ansatzweise dieses Leben führen können und wir würden uns menschlich zerficken, wenn wir das nicht alles sehr, sehr gut organisiert hätten.
00:19:32: Und ich hätte dann auch gar keine Kapazitäten.
00:19:35: einfach Freizeit mit meiner Familie oder Kindern zu haben.
00:19:38: Das ist, möchte ich nur ganz klar, ne?
00:19:40: So, dass es Dings ist.
00:19:42: Das andere, was ich auch noch ganz kurz klarstellen will, ich habe natürlich, wir sind jetzt bei der Familie gelandet, aber für mich ist, ich trenne kaum, wie wir können auch was für mich Family Business.
00:19:53: Also ich mache es ja, wie gesagt, mit meiner Frau, mit meinem besten Kumpel seit ich irgendwie zwölf bin.
00:19:58: Das heißt auch da, weißte meine Frau wurde, als die Geschäftsführerin geworden ist, gefragt, wie willst du nur das mit zwei Kindern machen?
00:20:05: Das wurde ich natürlich nie gefragt.
00:20:07: Ich werde nie abends gefragt, wo sind denn deine zwei Kinder?
00:20:11: Eine Freundin von mir, die ist sehr hoch im Vorstand von der Börse.
00:20:17: Die sagt immer, wenn sie das gefragt wird, sagt sie immer, die Kinder sind im Keller eingesperrt.
00:20:23: Ich finde es die beste Antwort, weil dann die Leute anfangen zu reflektieren.
00:20:27: Was hat die grad gesagt?
00:20:28: Ja?
00:20:29: Und so und dann so eine und du siehst richtig wie bei den Monopoly oder irgendwas Minecraft irgendwas im Kopf angeht und die ein bisschen spielen.
00:20:36: Das will ich nur kurz einmal.
00:20:37: Also das heißt es mir sehr wohl.
00:20:39: Für mich gibt es da keine Trennung.
00:20:40: Ich versuch nicht zu trennen in diesen Familie.
00:20:44: Job.
00:20:44: Blablabla Bullshit.
00:20:46: Ist nicht mein Style.
00:20:47: Jeder darf das haben.
00:20:48: wir will.
00:20:50: Innerer Reise.
00:20:52: und eine Frage endlich zu beantworten, nachdem ich kurz das aber für mich einmal zu kontextualisieren.
00:20:56: Naja, wenn du im schäbischen Bildungsburgatum aufwächst und so privilegiert wie ich, Gymnasium und dann irgendwo noch Zivildienst machst, Rettungssanitäter und dann anfangs zu studieren und dein Freundeskreis auch eher so gelesen ist, dann hast du von Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transfeindlichkeit wenig Ahnung.
00:21:26: ist dein Adressbuch, dein Telefonbuch, dein Ding eher ähnlich gelesen, wie du selbst so.
00:21:34: Und wenn du dann in andere Setting kommst, wirst du plötzlich zum Glück konfrontiert mit anderen Lebensperspektiven, anderen CVs, anderen Schicksalsschlägen, anderen Kulturen etc.
00:21:49: Und dann kam natürlich wie über Konakwa die ganzen Reisen auf einen afrikanischen, asiatischen, südamerikanischen Kontinent.
00:21:55: So, und dann kam natürlich Lernerfahrung auf einem sehr schnellen, weil da wird dir dein White Savorism und deine anderen Annahmen einfach um die Ohren gehauen.
00:22:08: Und dann kannst du nicht mehr ignorant durch die Welt gehen, weil dann kannst du diesen Job nicht mehr machen, sondern du kriegst aus meiner Sicht eine andere Ebene der Empathie, die geöffnet wird.
00:22:19: Und glücklicherweise hatte ich durch ... durch das Umfeld sehr viele Menschen, die mich auch da in die Hand genommen haben und mir, ja, gezeigt haben, Argumente gezeigt haben, die mir Bücher gegeben haben, Podcast etc.
00:22:33: und gesagt, guck mal das an, Beschäftige, Dichte, Arbeit mal mit deinen inneren Rassismen, Sexismen, Homophobien und so weiter.
00:22:41: Und das tut auch erst mal weh, weil man merkt schon, okay, wo war man auch rassistisch, wo war man sexistisch, wo war man homophob.
00:22:50: Und das ist ja nicht schön.
00:22:52: Das ist in den Spiegel gucken und denken so, what the fuck, was habe ich da eigentlich gemacht?
00:22:56: Die Befreiung kommt später, weil aus meiner Sicht Räume aufgehen, die sonst nicht aufgehen würden.
00:23:02: Wo sich Menschen, die öffnen, die sonst Angst hätten, sich dir zu öffnen.
00:23:07: Weil sie das Gefühl haben, sie werden nicht sofort rassistisch, sexistisch oder homophob oder transfeindlich kriegen, dumm Spruch ab.
00:23:19: Diese Räume sind Teil der Befreiung, weil also für einen selber gehen die auf und für andere Menschen auch.
00:23:25: Das ist bei mir so ein Ding, das ich dann auch so feststelle, da hat so was ein bisschen von Dunning Kruger Effekt.
00:23:32: Also ich weiß nicht, ob du das kennst, ich erklär es jetzt sowieso noch mal.
00:23:35: Das ist das Menschen, die wenig Ahnung von einem Thema haben und so gerade damit in Berührung kommen, ihr wissen darüber so völlig überschätzen und meinen sie wissen... wissen ganz viel und dann auch immer ihre unqualifizierte Meinung dazu äußern müssen.
00:23:50: und dann lernt man mehr dazu und dann stellt man wieder fest, wie wenig man eigentlich weiß.
00:23:54: Wenn sie dann weitergeht, geht sie natürlich wieder nach oben, aber wohl nie wieder so hoch wie am Anfang, als man sich so völlig überschätzt hat.
00:24:03: Und da stelle ich bei mir manchmal auch fest, auch je mehr ich eben darüber lerne, auch über so strukturelle Diskriminierung, da denke ich, am Anfang habe ich mich irgendwie viel weiter gefühlt und auch nicht tue ich alles gar nicht.
00:24:14: Und je mehr ich irgendwie damit in Berührung komme, desto mehr stelle ich auch fest, wie viel ich davon noch verinnerlicht habe, wie weit eigentlich noch mein Weg ist.
00:24:23: Also konsequent auch ins Handeln zu kommen und so weiter.
00:24:26: Und ja, das ist dann irgendwie... Merkel, es ist noch ein krass weiter Weg, den ich da auch vor mir habe.
00:24:33: Und immer wieder ein... Also ich selbst wahrnehme auch, wie geht man in Situationen um, wie geht man auf Menschen zu?
00:24:39: Und dann irgendwo feststellen, ja, jetzt hast du den Gedanken, das Gefühl, da kamen irgendwo wieder so alte Vorurteile hoch.
00:24:47: Kennst du das auch?
00:24:50: Absolut.
00:24:51: Ich glaube, das ist so ein bisschen wie... Das Bild auch mit der Bückse der Pandora, wenn man die einmal geöffnet hat, das gilt für soziale auch.
00:24:58: In dem Moment, wo du einmal dich für Menschenrechte engagierst, checkst du A-Fuck, das ist ja auch ein Menschenrechte.
00:25:03: A-Fuck, das ist ja auch ein soziales Thema.
00:25:06: A-Fuck, dass diese Ebene gibt es auch noch.
00:25:08: Ah, das habe ich nicht mitgedacht.
00:25:10: Und ich glaube, genau das ist auch bei der Zusammenarbeit mit marginalisierten Kopierungen oder mit.
00:25:17: mit den Themen, über die wir sprechen, dass eigentlich immer ein Layer dazukommt, also ich aus meiner Perspektive, den ich davor nicht gesehen habe, wo ich gedacht habe, fuck, Alter, natürlich gibt es mehrfach Diskriminierung, hat mir Roger Reckles beigebracht, ich liebe dich, Bruder, dass ein Layer nacheinander, den du noch reinpacken kannst, wo du denkst, ah, fuck, daran habe ich nicht gedacht.
00:25:37: Und ich glaube sogar, um das so absurdum zu führen und vielleicht mir auch so eine Entspannung zu geben, vielleicht ist es auch voll fies von mir, aber dass ich gar nicht an irgendeinen Ende da kommen kann.
00:25:50: Also so, dass ich glaube, das nur geht, wenn es gibt auch dieses Zitat von dem Native American, erst wenn alle menschenfrei sind.
00:26:00: Ich bin erst frei, wenn alle menschenfrei sind oder so.
00:26:02: Und dass es vielleicht auch so auf dieser Ebene gilt, dass erst wenn es alle irgendwie verstanden haben oder verstanden ist, falsche Wort, auch wenn alle versuchen ein wertschätzendes gleichberechtigtes Leben zu führen, dass es dann auch für mich möglich ist, vielleicht.
00:26:21: Ja, ich glaube, was ihr beide beschrieben habt, bringt mich so wieder ein bisschen da auf meinen ersten Punkt.
00:26:27: Ich glaube, dass es deshalb eine Wahr ist, die insbesondere privilegierte Menschen eigentlich jeden Tag neu treffen müssen.
00:26:35: Und deshalb, wenn man einmal angefangen hat, dann gibt es auch keinen Weg mehr zurück.
00:26:40: Ich glaube, es gibt sehr viele.
00:26:42: denen es irgendwann dann doch zu anstrengend wird oder die sagen, jetzt bin ich fertig, ich habe genug.
00:26:48: Ich habe jetzt hier eine Frau in den Vorstand geholt.
00:26:51: Mein Job ist dann.
00:26:53: Also, ich glaube schon, dass sich dieser Herausforderung zu stellen und das eigentlich jeden Tag wieder neu diese Entscheidung zu treffen, ja, das ist super anstrengend.
00:27:03: Ich habe noch einen ganz schönen Weg vor mir.
00:27:05: Aber ich gehe den weiter.
00:27:08: Ist, glaube ich, tatsächlich weniger selbstverständlich als es vielleicht ein Zeit lang schien und ich finde schon, was wir gerade gesellschaftlich sehen, wie einfach das auch ist, das wieder zur Verhandlungsmasse zu machen.
00:27:22: Und das glaube ich, es ist eine nicht kleine Anzahl von männlich gelesenen Personen gibt, die gerade sagen, okay, jetzt kann ich erst mal, darum muss ich mich erst mal nicht mehr so viel beschäftigen.
00:27:33: Jetzt sind wieder andere Themen dran und da würde mich schon interessieren, Ja, was, was, wo kommt da immer wieder die Motivation und die Kraft her und irgendwie auch die Überzeugung da weiterzugehen?
00:27:47: Weil wie gesagt, ich glaube, derzeit wäre es sehr einfach zu sagen, ich habe ganz viel gemacht.
00:27:52: Jetzt andere um mich hören auch wieder auf, Frauenquoten werden wieder abgeschafft.
00:27:57: Also ich glaube, der Gegenwind würde auch jetzt wieder ein paar einfache
00:28:02: Abfahrten
00:28:03: anbieten.
00:28:04: Und wie schaffen wir es da?
00:28:06: ... bei dieser Entscheidung zu bleiben, ... ... auf diesem Weg zu bleiben.
00:28:11: Das ist eine gute Frage.
00:28:12: Ich werde mir das auch mit diesem ... ... jeden Tag die Entscheidung ... ... glaube, das hat sehr resoniert ... ... und nehme ich auf jeden Fall mit, ... ... dass ich mir das nochmal überlege, ... ... wie ich das auch mantraartig in mein Leben einbaue, ... ... so als Daily Reminder quasi.
00:28:24: Hast du dich heute eigentlich dafür entschieden ... ... oder noch nicht?
00:28:27: Ich glaube, du hast ... ... du hast einen absoluten Treffer.
00:28:31: Alles was sozio- ... ... ökologisch, diversitäts ... ... linke, grüne Bucke, ... ... versüchte Bubble ... Wie es genannt wird, ist gerade nicht mehr so wichtig in der Anführungszeichen.
00:28:47: Es verlässt den Fokus leider.
00:28:49: Ich merke das an allen Ecken, weil wir davon abhängig sind.
00:28:52: Das hat ganz viel mit Spenderverhalten zu tun, das hat mit Finanzierungen, das hat mit Fundraising zu tun, das hat mit Aufmerksamkeitsökonomie etc.
00:29:01: zu tun.
00:29:03: Viva Conacqua ist mittlerweile ohne auch ganz zu sein, nach neunzehn Jahren auch eine Marke oder kennt man und so muss man nicht mehr jedem erklären.
00:29:10: Das heißt auch, wie es für ganz viele noch ohne jetzt auf groß zu machen, weil wir hasseln auch gerade sehr auch sehr viele kleine oder Leute, die jetzt gerade verstaaten wollen in diesen Bereichen, muss das maximal ein, die auch nicht mein Adressbuch haben etc.
00:29:28: Auch wenn ich das gerne immer teile, aber ist es natürlich sehr ernüchternd erschüttert.
00:29:32: Ich glaube letztendlich weiß ich das auch noch gar nicht, woher man und woher andere die Motivation nehmen.
00:29:39: Guck mal, ich bin, ich sage immer, ich bin Obelix im Körper von Asterix.
00:29:44: Ich kann nicht mehr, wie ich gesagt habe vorher bei der Vorstellung, nicht mehr resozialisieren bei einer normalen Arbeitswelt.
00:29:52: So, das heißt, ich will diese, ich will diese nicht mehr in Runde sitzen, wo Ich merke, dass sie gerade krass geschlechte Ungleichheiten herrschen.
00:30:04: So, ich spreche es an.
00:30:06: Mir passiert es immer noch mal neulich.
00:30:08: Zum Beispiel ist mir passiert, habe ich nicht im Vorfeld das Panel gecheckt, saß damit vier Männern, dann habe ich es natürlich auf der Bühne auch irgendwann angesprochen, aber ich habe den Fehler im Vorfeld gemacht.
00:30:20: Und ich glaube, du hast nur die Chance, das anzusprechen, zuzuhören, reflektieren.
00:30:26: So und versuchen dann beim nächsten Mal besser zu machen.
00:30:30: Aber ja, aber es nicht machen ist keine wirkliche Option.
00:30:34: Ja, für mich.
00:30:37: Also das ist so ein bisschen das, was ich glaube, mit Kai.
00:30:39: letztendlich geht es um Walk the Talk und Authentizität.
00:30:42: Also weiß ich so, das wäre voll, wenn ich einen auf Feminist auf LinkedIn machen würde, jetzt über Dream gesagt sozusagen und dann im normalen Leben das alles überhaupt.
00:30:53: nicht leben würde, das wäre für mich das Schlimmste der Welt.
00:30:56: Also ich versuche ja so zu leben, dass einfach da gar keinen Unterschied gibt.
00:31:00: Genauso wie ich keine Trennung zwischen Familie und Beruf versuche zu machen, versuche ich das auch nicht in irgendwelchen Darstellungen oder so, sondern das so konkurrent wie möglich zu erhalten.
00:31:11: So authentisch.
00:31:14: Ich hatte mal auf Instagram gesehen, ihr hattet ja so eine Kampagne mit diesem Pub-Shield, Water is a Human Ride und da hattet ihr noch eine Kampagne zum Thema Periode.
00:31:25: Das fand ich auch ganz spannend.
00:31:27: Magst du dazu mal was erzählen, wie es dazu kam?
00:31:33: Wir machen ja immer Waschprojekte, Water Sanitation, Hygiene.
00:31:36: Also entweder sage ich jetzt mal... Ja, den Brunnen oder die Quelleinfassungen, also wirklich Wasserversorgung, dass Menschen zugänglich sauber und trinkwasser haben.
00:31:45: Handwash-Facilities, Toiletten und bei Wash ist auch Menschfraktion dabei natürlich als Thema.
00:31:51: Und es ist in ganz vielen Ländern noch ein Stück mal, geht einher mit einer Stigmatisierung, mit einem Tabu-Thema, wird nicht drüber gesprochen und so weiter.
00:32:00: Das Problem ist, wenn über was nicht gesprochen wird, kannst du kein Geld dafür sammeln.
00:32:04: Dann kriegst du keine Menschen des öffentlichen Lebens dafür, etc.
00:32:10: Das heißt, diese Enstigmatisierung ist elementar für das Thema aus meiner Perspektive, um da wirklich auch eine Veränderung herbeizuführen.
00:32:20: Und Periode ist politisch.
00:32:21: Ich glaube, das kommt von Christina Lunds.
00:32:23: Die Periode ist politisch, ich weiß gar nicht, ob es ein Buch war oder ein Zitat.
00:32:27: ist natürlich in ganz vielen Bereichen auch ein Thema, mit dem sich ich und ich sage immer, ich weiß so wenig darüber.
00:32:35: Also da muss ich auch einfach noch meine Hausaufgaben z.B.
00:32:38: machen, obwohl ich Arzt zohlen bin, Rettungssangentäter im Bosch-Bereich arbeite und Papa von zwei Kindern.
00:32:45: Und das ist das Normalste der Welt und ich glaube auch da geht es einher.
00:32:52: dass es unsere Aufgabe ist, als Männer sich auch damit weiterzubilden.
00:32:55: Und weil letztendlich, ohne das wären wir alle nicht da.
00:33:03: Und dann muss man sich natürlich auch eigentlich mit der Geschichte auseinandersetzen, was überhaupt dazu passiert, also geführt hat, dass es stigmatisiert und tabuisiert wurde und warum.
00:33:15: Genau, und diese Kampagne, um deine eigene Frage zu beantworten, ist, um darauf aufmerksam zu machen, am Happy Menstrual Hygiene Day.
00:33:23: Es gibt ja für alles ein Tag quasi mehr oder weniger, um Aufmerksamkeit zu generieren, wo dann die Presse am ehesten drüber berichten muss.
00:33:30: Und da haben wir unsere Kampagne, war eine Idee von meiner Frau, angepasst auf halt das Thema Menstruation.
00:33:41: Ja, ich habe ja einen Tampon-Startup investiert.
00:33:45: In Wild, ne?
00:33:47: Ja, genau.
00:33:49: Und auch die Janina Breitling, die kennst du ja auch, die macht ja die Nukis-Unterwäsche.
00:33:55: Genau, da habe ich ja auch ein kleines und faires Investment quasi getätigt, um da die Weiterentwicklung zu pushen.
00:34:07: Diana hatte mir dann tatsächlich auch an diesem Tag eine Nachricht geschrieben, Happy, ich krieg's jetzt gar nicht mehr zusammen, peinlicherweise wusste dann noch nicht mal, dass es diesen Tag gibt, obwohl ich an und für sich ja das Thema so auch auf dem Schirm hab.
00:34:22: Aber ich find's auch spannend und find's auch eben spannend, das Thema so zu enttabuisieren, zu enstigmatisieren und das eben auch von männlicher Seite einfach als etwas Selbstverständliches anzunehmen.
00:34:41: Deshalb fand ich das auch cool, da das zu sehen, dass da auch eine Kampagne dann an dem Tag gemacht wurde.
00:34:50: Ja, es ist halt bei uns wirklich integraler Bestandteil von der Arbeit im globalen Süden.
00:34:55: Von daher ist es eigentlich nur logisch gewesen, dass das Thema mal raufkommt.
00:35:01: Und auch interessanterweise, weil Helene, du ja am Anfang so gemeint hast, Das es dann immer bei Familie landet im beruflichen Kontext hat, aber auch so lange gedauert, bis eine Frau in Erfüllungsposition bei Viro-Kanak weiß, um das zu machen.
00:35:14: Auch das ist Teil der Wahrheit.
00:35:16: Und auch wenn es immer dann so gerne, ja, wir sind ja auch, natürlich sind wir teilweise ein avantgardistischer Haufen, weil wir Sachen gemacht haben, die es davor noch nicht gab.
00:35:24: Aber unsere ganze Sozialisation kommt aus dem Profifußball.
00:35:29: Und ich glaube, männlicher und toxischer musste erst mal was finden.
00:35:34: Also deswegen, auch das ist Teil der Wahrheit.
00:35:39: Und muss man selbst reflektiert sich anschauen.
00:35:42: und nur weil wir was Soziales machen, heißt es nicht, dass wir irgendwie alle Layers ansatzweise gecheckt hätten oder so, sondern Quatsch, wir haben ganz viele Hausaufgaben zu machen.
00:35:55: Und gerade um irgendwann so ein Verständnis vom holistischen Leben wirken, arbeiten.
00:36:02: Ansatzweise zu haben.
00:36:03: Also ich glaube, da tut es auch gut, mit deiner jeden Tag sich die Frage stellen und zu einer demütigen Haltung ranzugehen, weil ausgelernt hat man da nie.
00:36:14: Ja, und gleichzeitig jetzt auch so beim Zuhören und wenn es darum geht, wie kann diese Strukturveränderung aussehen, ist ja auch sozusagen, wie können privilegierte Ressourcen sein, es zugänge, Geld.
00:36:27: das Adressbuch, die Organisation, das Wissen, die Plattformen, wie können die dazu beitragen?
00:36:35: und wie kann so was Teil von genauso einer Veränderung sein und Teil von einer Solidarität und eine Strukturveränderung, in dem wir mit diesen Ressourcen, und da meine ich wirklich diese Vielfalt an Ressourcen, die vielleicht anfangen, anders zu nutzen und bewusster umzuverteilen.
00:36:57: und zuteilen.
00:36:59: Und das wird ja oftmals als ein Verlust empfunden, dass dann weniger von was da ist.
00:37:06: Und ich glaube, da kommen ja auch die ganzen Ängste her, dass sozusagen das mit Machtverlust, Einflussverlust, Ressourcenverlust, Zugangsverlust.
00:37:15: Also ich glaube, das ist ein großer Teil des Widerstandes auch, dass das Bild ist, da ist ein Kuchen von dem kräg ich dann weniger.
00:37:24: Und solange ich meinen ganzen Kuchen habe, halte ich an dem fest.
00:37:28: Und vielleicht kriegt jemand mal einen Krümel ab, aber den wirklich mal anders aufzuteilen oder vielleicht ihn zu vergrößern.
00:37:36: Und auch wegzukommen von dieser Idee.
00:37:38: Es gibt nur den einen Kuchen und entweder habe ich ein Stück oder keins.
00:37:42: Das ist, glaube ich, was und da zähle ich mich dazu.
00:37:45: Ich bin ja in sehr vielen Zusammenhängen auch extrem privilegiert, da das Denken so zu verändern, um dann mit den eigenen Ressourcen, die man hat, in den Teilen, wo man privilegiert ist, wirklich fundamental anders umzugehen.
00:37:59: Ich glaube, das ist, dann kommen wir an die Schmerzpunkte.
00:38:04: Es ist mein Eindruck und wo es dann auch oft für männlich gelesenen Personen oft dann auch doch schnell aufhört, wenn es wirklich hieße, dann müsste ich zum Beispiel fünf Jahre früher aus meiner Position raus, um hier wirklich Platz zu machen.
00:38:18: Oder ich müsste einen Teil meines Vermögens anders investieren.
00:38:24: Wie gehst du damit um, wenn es dann wirklich ernst wird sozusagen und...
00:38:31: Also ich hätte fünf Jahre vorher, vier Jahre vielleicht.
00:38:36: Ich weiß nicht ganz genau, wann ich alle Positionen hatte, aber... Also ich war mal Geschäftsführer.
00:38:41: Das war völliger Schwachsinn, da hatten wir auch Steuerschulden.
00:38:45: Ich bin einfach kein Geschäftsführer und ich war Vorstand der Stiftung.
00:38:49: Und da bin ich zum Beispiel genau aus mehreren Ebenen und unter anderem einer Geschlechtergerechtigkeit rausgegangen, weil drei weiße, männlich gelesene Vorstände.
00:39:01: Und das war vielleicht ein, zwei, drei Jahre zu spät.
00:39:04: Vielleicht.
00:39:05: So.
00:39:07: Es war definitiv nicht, das war schon überfällig, dass ich daraus bin.
00:39:11: Es war auch eine schwierige Phase, kann man jetzt sich ausreden, Corona und so weiter.
00:39:15: Da haben mich viele gebeten, drin zu bleiben, weil Sicherheit in ganz unsicheren Zeiten und bla, bla, bla.
00:39:20: Aber letztendlich war es aus meiner Perspektive vielleicht ein bisschen zu spät.
00:39:25: Das andere ist, was du gesagt hast, was ich absolut unterstreichen will, ist, also wenn ihr jetzt eure Ressourcen mit mir teilt, dann bauen wir damit Ponnen, dann ist das Geld weg.
00:39:35: Ja, also dann verwandeln wir das in sauberes Trinkwasser.
00:39:38: Wenn ihr Privilegien teilt, habt ihr immer noch die gleichen Privilegien.
00:39:42: Also nur weil ich Privilegien und Plattformen teile, sind die nicht weg.
00:39:46: Und das ist, glaube ich, eine wichtige Reflektion für ganz viele Menschen, weil das dann schon mal von dieser Hälfte der Angst, die wegnimmt.
00:39:54: Eure Privilegien habt ihr immer noch.
00:39:56: Die verliert ihr nicht.
00:39:58: Das andere, was ich sehr, sehr spannend finde, ist, glaube ich, diesen Das Bild des Kuchens, das du aufgemacht hast.
00:40:04: In Deutschland gibt es eigentlich ein Spenderkuchen und der bleibt eigentlich immer gleiche sein.
00:40:07: Es ist eine große Tsunami, Syrien, Türkei, hat eben große mediale Aufmerksamkeit, dann geht er hoch und dann packt er sich wieder auf sein normales Level sozusagen, was die Deutschen spenden.
00:40:23: Ohne jetzt aus dem Viva Con Aqua Podcast zu machen, aber was wir gemacht haben mit dem Wasser, mit dem Klopapier, mit dem sozialen Gasthaus und dem Kunstfestival und dem Musiklabel, ist Spenderkuchen zu erweitern.
00:40:35: Also wie du gesagt hast, andere Spenderkuchen, andere Kuchen zu offerieren.
00:40:39: Und ich glaube deswegen auch in dieser Welt, sich zu gucken, welche Kuchen kann man denn noch kreieren, die vielleicht gleich von Anfang an anders andere Räume, andere Plattformen die eben von Anfang an mit einer vielleicht holistischeren DNA und Grundintention reingehen, damit du manche Kämpfe gar nicht hast, die du in anderen Räumen noch haben musst.
00:41:05: Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, wie man da noch, sage ich mal, andere Kuchen kreiert und plant.
00:41:12: So ein Gedanke, der mir zu Privilegien kommt und so vierschichtigen Privilegien, vielen davon.
00:41:21: Das ist auch immer sehr viel Energie braucht, die zu verteidigen.
00:41:24: Und eigentlich, wenn man manchmal loslässt und dann vielleicht auch feststellt, ja, mir geht es jetzt auch nicht schlechter.
00:41:30: Das ist auch immer das Thema, das du hast.
00:41:32: Wie viel kannst du spenden, ohne dass du wirklich merkst?
00:41:38: dass es dir schlechter gehen würde.
00:41:40: So finde ich, kann man auch mal seine Privilegien oder vermeintliche Privilegien betrachten und dann auch irgendwo mit in die Waagschale werfen.
00:41:47: Was kostet es mich eigentlich effektiv, die in dieser Art und Weise zu verteidigen?
00:41:51: Ja, und also ich meine, bei mir war der beste Privilegiencheck halt die ganzen Reisen.
00:41:56: Also weißt du so, ich jammer halt ganz, ganz, ganz, ganz, ganz selten über irgendwas, weil ich einfach weiß, wie dankbar ich sein kann, dass ich Hier schon zweiundvierzig Jahre auf diesem Planeten, mehr oder weniger gesund in der hohen Selbstwirksamkeit, viel Spaß und Freude mit wundervollen Menschen verbringen darf.
00:42:17: Also, weißt du, so ist es alles.
00:42:19: Deswegen, ich glaube, diesen Realitätscheck wirklich so haben und dann einfach dankbar sein, Demut und Fresse halten.
00:42:27: Auch bei, ich labere eigentlich viel zu viel.
00:42:29: Ich müsste viel mehr Fresse halten.
00:42:30: Das ist eine Reflexion, die ich dank euch auf jeden Fall auch nochmal heute hatte, die ich teilen will.
00:42:35: Das ist natürlich blöd beim Podcast manchmal.
00:42:38: Heute bist du ja nun eingeladen, um ganz viel zu reden.
00:42:41: Insofern würde ich das jetzt hier etwas anders sehen.
00:42:48: Aber ich meine, Redezeit ist eigentlich ein gutes Beispiel, weil ein Meeting ist eine Stunde, wenn du auf einmal nicht mehr eine dreiviertel Stunde Redezeit hast, sondern nur eine halbe.
00:42:58: Das fühlt es sich vielleicht wirklich an wie ein Verlust, wenn du nicht offen dafür bist zu sagen, Mensch, aber in der Viertelstunde, die ich jetzt selber mal nicht geredet habe, sondern zugehört habe, habe ich echt was Neues gelernt.
00:43:08: Aber ich glaube, das klingt sehr banal, aber ich glaube, diese Schmerzpunkte, die gibt es durchaus, weil da einfach auch sehr viel Ängste vor dem Unbekannten sind.
00:43:19: Insofern finde ich es da auch nochmal spannend zu hören.
00:43:23: Was gibt's da dann für Erlebnisse, wenn wir das zulassen?
00:43:28: Die vielleicht auch erst mal unangenehm sind und dann aber auch wirklich noch mal, wie du es vorhin genannt hast, Räume öffnen, auf die wir vorher sonst gar nicht gekommen wären.
00:43:37: Weil die gar keinen Raum hatten, weil ich hab ja immer eine dreiviertel Stunde geredet.
00:43:43: Aber sicherlich ist da auf dem Weg dorthin auch mal ein Unwursein oder ein Schmerz, könnte ich mir vorstellen.
00:43:53: Du hast ein bisschen was ausgelöst bei mir, weil Meetings sind für mich was ganz, wie soll ich sagen, anstrengendes, nerviges.
00:44:01: Ich mache fast keine Meetings, wo mehr als eine oder zwei Personen sind.
00:44:05: Ich mache fast keine internen Meetings.
00:44:07: Ich mache fast keine Meetings, wo dann ein ganzer Verteiler drauf ist.
00:44:12: Finde ich alles ganz in Geil für mich.
00:44:17: Das triggert ganz viele Punkte in mir.
00:44:20: Ich hab mir auch die Meetings mal so ein bisschen für mich so analysiert, aber das ist jetzt ganz dünnes Eis und ich hab warme Socken an, aber erst wird kurz übers Wetter gelabert, irgendein so ein Smalltalk-Scheiß, was ich hasse, was für mich der Entgegner ist, das Intellects, so, ja, Wetter, hm, ja, schön, ja, klar, seh ich auch, tut, na ja, also so, das ist, ey, oha, drehe ich durch, das ist wie Spielplatzdiskussion, ja, hast du auch Kinder?
00:44:41: Nee, ich bin Pädophile, Pädophile und häng' hier auf dem Spielplatz rum, also weißt du so, wo du manchmal so denkst, ey, sorry, ja, da drehe ich durch, ja.
00:44:49: Sorry, ich rutsche da echt schnell ab, da muss ich aufpassen.
00:44:51: Aber dann sind diese Meetings so gefühlt dann in männlichen Runden echt Schwanzvergleich einfach.
00:44:59: Dann hast du fünf Minuten, die eigentlich die Kern sind, ob du irgendwas hinkriegst in einer Kooperation.
00:45:06: Ja, wobei Kooperation dann natürlich auch oft echt, also das falsche Wort ist in.
00:45:14: Kommt drauf an, was für ein Business-Welt man unterwegs ist.
00:45:17: Und dann hast du noch eigentlich nur noch die quasi Zusammenfassung und so weiter.
00:45:22: Das heißt, du könntest das auf einen ganz kleinen fünf Minuten Spektrum und ein Vibescheck.
00:45:27: Bam.
00:45:28: Und das sind effektive zehn Minuten Meetings für mich.
00:45:32: Warum ich das Fasse aufmache ist, weil du diese Meetings geöffnet hast bei mir und das einfach für mich eines der Dinge ist, die mein Leben überhaupt nicht bereichert.
00:45:41: Ich kann mir das aber auch mittlerweile leisten.
00:45:44: Das muss ich auch dazu sagen.
00:45:45: Und jetzt kommt der Punkt, warum ich auch zum Beispiel in ganz vielen Meetings nicht reingehe ist, weil ich weiß, als Gründer werde ich automatisch anders.
00:45:55: die Leute wollen auch, dass ich das mit ihnen rede darüber.
00:45:59: Und sie wollen meine Meinung, das ist meine Wahrnehmung.
00:46:01: Ja,
00:46:01: ja, das sind ja die ganzen, so sind wir alle aufgewachsen.
00:46:05: Genau.
00:46:06: Und das heißt, nur wenn ich mich bewusst rausnehme, oder ich mute mich halt komplett.
00:46:11: Und das meine ich mit diesem Lernerfahrung.
00:46:13: Ich muss mehr lernen, die Fresse zu halten.
00:46:15: Das fällt mir halt gar nicht so leicht, weil ich habe es natürlich auch zehn Jahre komplett unrefliktiert, fünf Jahre ein bisschen angefangen zu reflektieren und so weiter gemacht.
00:46:25: Das heißt, ich bin ja auch vom naturell einfach so raus.
00:46:28: Bam, bam, alles teilen frei.
00:46:30: Let's do it und so weiter.
00:46:32: Und das heißt, das fällt mir unfassbar schwer auf so eine sehr charakterlichen persönlichen Ebene.
00:46:39: mich da zurückzuhalten, deswegen mühtig mich halt bewusst oder macht bewusst andere Sachen, Arbeiter an anderen Sachen parallel, damit ich da nicht so viel Raum einnehmen.
00:46:49: Weil das habe ich früher viel und das hat mich sehr gestört an mir selber.
00:46:55: Das war jetzt ein langer Diskurs über Meetings, aber du hast gesehen, was das emotional mit mir auslöst.
00:46:59: Das ist einfach...
00:47:01: Das habe ich allerdings sehr gefühlt, muss ich sagen.
00:47:03: ... bin auch Meetings, es kann ich gar nicht.
00:47:08: Wenn es länger als eine halbe Stunde auch dauert, dann ... ... ja, aber gut, ist jetzt
00:47:13: ... Mir ging es, das Beispiel der Redezeit, ... ... kannst du auch auf Panels, was auch immer, aber ... ... ich glaube, der Punkt ist, ... ... dieses Bewusst rausnehmen und sich bewusst sein, ... ... das bestimmte Stimmen, egal, ob es auf der Agenda steht oder nicht, ... ... einfach mehr gehört und angefragt werden.
00:47:31: Und wie du mit diesem macht ... Gefälle umgehst und versuchst das aufzudröseln und zu unterfragen.
00:47:41: Ich glaube, das ist der entscheidende Punkt.
00:47:45: Auf LinkedIn habe ich eine relativ große Reichweite, glaube ich, weil ich als weiße, privilegierter CIS-Mann nicht weiße, privilegierte System kommuniziere.
00:47:57: Also das ist Teil deswegen, warum es disruptiv ist.
00:48:00: Es mir irgendwann mal habe ich das so für mich gecheckt.
00:48:03: kann auch gerne jemand anders.
00:48:05: Plus, dass ich auch keinen Bullshit bingo oder so schreibe, sondern einfach aus dem Herzen einfach was ich denke.
00:48:11: Das heißt, das taucht dann natürlich auch auf, weil die meisten CEOs von irgendeiner Personal Branding oder Assistenz, don't get me wrong, mit dem Begriff Assistenz, sondern einfach den Link den Post machen lassen.
00:48:24: Was ich da zum Beispiel gemacht habe, das reicht halt nicht.
00:48:27: Das ist ein Problem, das reicht halt auch nie.
00:48:30: Jeden Sonntag gebe ich meinen Account an.
00:48:33: soziale ökologische politische aktive menschen ab.
00:48:37: die dürfen dann posten was sie wollen.
00:48:39: der eine nutzt besser wie die andere oder die andere besser wie der andere.
00:48:42: oder was aber das wirklich das wichtige satz war.
00:48:46: es reicht halt nie egal was du machst in diesen.
00:48:51: und das ist echt ein letztendlich ein problem vielleicht auch von dieser ganzen scheiß Kampagne von CO-Fußabdruck, die damals von Beyond Petrol gemacht wurde, ein bisschen längerer Weg, den ich jetzt gehen muss, aber die waren zweihundert Millionen.
00:49:10: Kampagne, Marketingkampagne, glaube ich, zweihundertundsechs, die den CO-Fußabdruck eingeführt haben.
00:49:15: Und du, Helene, wenn ich dich so ansprechen darf, du als Konsumentin, du bist dafür verantwortlich, dass die Welt geil ist, dass sie gerecht ist, dass sie ökologisch ist, dass sie politisch ist und so weiter.
00:49:27: Du sitzt aber gar nicht an den Hebeln der Macht.
00:49:29: Mein Paradebeispiel ist wirklich dieses Zerialien-Müsli-Regal im Supermarkt.
00:49:34: Nimm Rewe, ist völlig egal.
00:49:36: Zwarhundert verschiedene Müslis.
00:49:38: Du denkst, das ist eine krasse Auswahl.
00:49:39: Wenn du es runterbrechst, gehören die drei Firmen diese Zwarhundert verschiedenen Müslis.
00:49:45: Wenn du es runterbrechst, sind da entweder gesund drin oder ungesund.
00:49:48: Also nochmal mal zwei sechser Auswahl.
00:49:51: Und wenn du es dann noch... Schaust, wo die große Auswahl ist, dann ist es Lila, Ping, Plastblau, Panda, Tiger, da sind wir dann auch Kinder, Tierlieb und so weiter.
00:49:58: Was ich sagen will ist, du hast gar keine Auswahl, sondern die Auswahl ist nur, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, null, Dieser CO-Fußabdruck-Move von Björn Patrell hat dazu geführt, dass du als Konsumierende denkst, du hast die Verantwortung.
00:50:18: Hast du auch?
00:50:19: Ich will dich nicht freimachen.
00:50:20: Natürlich haben wir alle die Verantwortung, nur in so einem Umfeld.
00:50:22: Nur in so einem Umfeld ist halt im Normalfall sehr klein.
00:50:26: Wir als Viva Conacva, zum Beispiel, verkaufen zweiundvierzig Millionen Flaschen Wasser.
00:50:31: Das heißt, da haben wir eine immense hohe Verantwortung, das so ökologisch, sozial, verträglich und cool wie möglich zu machen für alle Beteiligten.
00:50:39: So.
00:50:39: Und ich bin der Einzige, also nicht der Einzige, aber als Viva Conacqua quasi, der die Marge checken kann, der gucken kann, wie produziert wird, wo produziert wird, zu welchem Preis produziert wird und ob wir es zum Beispiel an Euro-Wings verkaufen, die dann haben keinen Bock haben, twenty-fünf Cent hier Dings zu zahlen.
00:50:58: Wie heißt das?
00:51:00: Pfand und dann hängt die Flasche überall in Ibiza und am Meer rum.
00:51:04: Also die hängt da nicht rum, sondern liegt da im Müll.
00:51:07: Und diese Entscheidung kann dann nur der produzierende und der so treffend, das kann der Konsumierende gar nicht.
00:51:13: Deswegen, long story short, ich glaube diesen Shift müssen wir wieder hinkriegen und wirklich an die Schnittstellen der Verantwortung kommen.
00:51:22: So, und dort auch, also an die Schnittstellen der Macht die Verantwortung setzen und nicht das nach unten durchdeklinieren und dieses Narrativ da einfach durchlaufen lassen.
00:51:31: und der ganze Druck ist auf den jungen Leuten und guckt dir die Gen Alpha an, die alle jetzt schon Mental Health Issues haben.
00:51:36: und das liegt nicht nur im Social Media, das liegt auch am Druck, das liegt auch an der Klimakrise, das liegt auch an der Überforderung, das liegt auch etc.
00:51:46: Ja, ich meine... Die Basis ist groß und die Basis hat natürlich auch eine, wenn sie an einem Strang zieht, eine enorme Macht.
00:51:55: Und auch so die Konsumentinnen haben zusammengenommen eine gigantische Macht.
00:52:02: Also natürlich immer das Problem, wie man das mobilisiert, als eine heterogene Gruppe.
00:52:09: Aber es liegt schon grundsätzlich Macht beim Einzelnen, aber so die einzelne Personen, die dann wirklich nur still durch den Supermarkt geht, ja.
00:52:18: Da gibt es ja diese, die
00:52:19: so schnell nicht verändern können.
00:52:20: Ja, aber wie bringt man dann wirklich die Schnittstellen der Macht, dann dazu, was zu verändern?
00:52:28: Ja, und auch um es noch mal auf das Beispiel Geschlechtergerechtigkeit zu kommen, ich war gerade diese Woche in einem Workshop, wo ich mit einer sehr großen Organisationen mit dem man diskutiert hat und das tatsächlich ging es um Vereinbarkeit.
00:52:47: Und ein bisschen war da die Meinung ja so lange sozusagen gesellschaftlich sich nichts tut, kann ich als Arbeitgeber auch nichts machen.
00:52:55: Und ich weiß ein bisschen ja, wer ist denn die Gesellschaft und wer ist also, wovon reden wir denn hier, wer da was ist und ob da eine Trennung vorliegt oder nicht.
00:53:06: Und ich glaube, da gibt es auch eine gefährliche gefährlichen Tendenz derzeit auch den eigenen Handlungs- und Machtspielraum wiederum zu klein zu definieren.
00:53:17: Ich weiß, du hast das nicht gemeint, aber ich glaube, da mal ein bisschen rauf zu gucken, ja, ich bin vielleicht nur eine Person, aber wo sind denn die... Macht und Spielräume, in denen ich in meinen Möglichkeiten was verändern kann.
00:53:33: Ich glaube, das ist gerade auch bei dem Thema enorm wichtig, weil da habe ich wirklich oft absurde Diskussionen.
00:53:39: So nach dem Motto, ja, das ist so lange sich sozusagen unsere Gesellschaft und Kultur und so lange es nicht eine gesetzliche Regelung gibt, dass Peter meint wegen auch acht Monate nehmen müssen für Kinder.
00:53:51: Und bei diesem Thema wiederzulanden, kann ich hier gar nichts machen da.
00:53:56: Und das sind oft männlich gelesene Personen, die da sozusagen auch so ein bisschen ihre eigene Macht eher kleinreden, was sie wahrscheinlich jeden Tag an kleinen Dingen machen könnten, ohne die Verantwortung auf dieses Envidium abzuwechseln.
00:54:13: Aber gerade Männer sind ja oft ... Anmacht Position wo sie eigentlich mehr verändern könnten als.
00:54:20: Die kleinen Stellschrauben und ich glaube dieses Bewusstsein zu schärfen und da Menschen in die Verantwortung zu nehmen da wo es geht wo ihr Zugriff habt auf eine Organisation auf Zugänge auf andere privilegierte Menschen.
00:54:34: Wie könnt ihr das da nutzen und euch halt ein bisschen weniger bequem machen?
00:54:39: weil ich kann mir vorstellen.
00:54:41: Das ist schon auch nervig dann immer die Person zu sein die da auf dem Podium sitzt und sagt.
00:54:45: Warum sind wir denn hier vier Männer?
00:54:48: Aber diese Rolle aktiv anzunehmen und da in die Verantwortung zu nehmen, ja, sorry.
00:54:54: Das ist der Macht- und Gestaltungsraum, den ihr habt und den fordern wir jetzt auch ein.
00:55:02: Also absolut, ich glaube letztendlich im sozialen ökologischen politischen Aktivismus ist fast alles nervig.
00:55:07: Es ist part of our game.
00:55:08: So, das macht auch trotzdem Spaß und so.
00:55:12: Man hat eine Selbstwirksamkeit und so.
00:55:14: Und trotzdem ist vieles auch nervig.
00:55:16: Und man ist genau diese Person, die immer nach Spenden fragt, nachdings fragt und so weiter.
00:55:21: Und auch diese Spendenvideos, die du vorhin angesprochen hast, ist ja auch nervig.
00:55:23: Eine Person vor der Kamera in Anführungszeichen plus zu stellen und zu sagen, wie viel kannst du nicht spenden ohne dein Leben?
00:55:29: Und im Hintergrund läuft das Gehaltscheck ab.
00:55:32: Also, so Wort, aber man muss die Leute auch ein bisschen provozieren.
00:55:35: Und deswegen auch, ich glaube, mir ging es darum, deswegen danke, dass du verstanden hast, mir ging es ja schon auch um Übersteuern, weil zwei Hundert Millionen Kampagnen und jeder kennt halt den CO²-Fußerdruck.
00:55:46: Das heißt, einfach die Wirkung von dem Ding ist so riesig, dass, meiner Meinung nach, die Produzierenden sich rausgenommen haben aus der Beantwortung.
00:55:54: Und deswegen auch, wenn du sagst, klar, die Männer in der Machtposition, wir reden wahrscheinlich über ein Prozent der Welt, die in Machtpositionen sind, so, die an wirklichen Schaltstellen sind, egal ob es politisch, lobby, Wirtschaft, Narrative, Medien, Hollywood,
00:56:10: etc.,
00:56:10: PP ist, so.
00:56:12: Und um die geht es federführend so.
00:56:14: Also letztendlich müssen die ihren Job machen, aus meiner Sicht.
00:56:18: Und die neun neunzig Prozent teilweise sind ja gar nicht koordiniert.
00:56:22: nicht den Lobby verbinden oder so.
00:56:25: Fünfzig Prozent leben irgendwo im ländlichen Raum weltweit.
00:56:28: Also weiß ich so, also das war jetzt keine Ahnung, ob die Zahl stimmt, also so.
00:56:32: Aber deswegen, ich wollte nur sagen, dass da kommt hoffentlich noch was, aber.
00:56:36: Das natürlich, ich weiß selber, aus eigener Erfahrung, weil wewokonakwa ja oft auch als Movement bezeichnet wird und wir viele ehrenamtliche haben, wie anstrengend es ist, fünfzehntausend ehrenamtliche zu haben und was du denen anbieten musst etc.
00:56:48: PPO und wie du bei Laune hältst und welche Bedürfnisse zu stellen musst und was du lernen musst und Erfahrungen und etc.
00:56:55: und welche Tools du bauen musst.
00:56:57: Das heißt, ich habe einfach saus auf viel Respekt vor dieser Movement.
00:57:02: Und zurück, letzte Rutger Bergmann, moralische Ambition.
00:57:05: Das Buch hat mich da auf jeden Fall geflasht, weil der genau das sagt, Helene, nämlich was die einzelne Person leisten kann und wo genau diese Räume sind, wo einzelne Personen.
00:57:15: Also das ist vielleicht das Gegenbeispiel zu der BP-Kampagne, ist die Frau, ich habe die Namen vergessen, die For Rosa Parks quasi damit gestartet hat in Amerika, die Bürgerrechtsbewegung da in den Bussen.
00:57:30: und sich geweigert hat.
00:57:31: Die hat eigentlich das Ganze zuerst gestartet.
00:57:33: Ich habe damals ihren Namen vergessen, aber ihr werdet ihn rausfinden, wenn ihr das Buch gelesen habt.
00:57:38: Ja, ich meine, es ist, glaube ich, ein sehr... Es ist ein großes Spannungsfeld, dadurch nicht wiederum Eliten zu reproduzieren.
00:57:50: Ich habe jetzt gerade relativ viel Kritik auch an der ganzen Idee von dem Brekman.
00:57:55: Heißt ja Brekman.
00:57:57: Ja.
00:57:58: gelesen, weil das sozusagen auch eine Überhöhung der Eliten wiederum reproduziert.
00:58:03: Also ich glaube, man muss da wirklich sehr relativ vielschichtig.
00:58:07: und wie kann dieses Zusammenspiel aussehen zwischen dem Ding im Alltag, wo wir alle Stellschrauben drehen können und den ganz großen Hebeln.
00:58:20: Und ich kann halt schon auch sagen, aus meiner Perspektive macht es für mich auch einen Unterschied, wenn ich das im alltäglichen Erlebe von jemandem, der vielleicht einfach eine Organisation leitet und sich als männlich gelesene Person solidarisch zeigt oder ob ich auf die Gesetzgebung warte, die von Friedrich Merz wahrscheinlich nie kommt.
00:58:41: Ich glaube, was da gerade ... passiert gesellschaftlich.
00:58:46: Ich merke das ja schon an mir, dass ich auf einmal wieder auf lauter Fotos gucke, wo nur alte weiße Männer über die Politik unseres Landes entscheiden.
00:58:54: Das echt, ähm, und da, wie gesagt, kann ich mir nur einen Ansätzen vorstellen, wie es mehrfach diskriminierten Menschen geht, wenn sie sehen, wer da jetzt an den Scheithebeln der Macht sitzt.
00:59:09: Dann machen auch die direkten Dinge von Menschen um dich herum, schon Unterschied, um da irgendwie nicht völlig die Hoffnung zu verlieren.
00:59:20: Gerade wenn man auf die großen Hebel der Macht nicht mehr zählen kann oder zumindest weniger.
00:59:28: Ich hab ganz kurz, du hattest eben nach dem Namen gesucht, der Frau, die den Platz nicht freigemacht hat.
00:59:33: Ich dachte nämlich, du hättest ihn gesagt, äh.
00:59:35: Ich sag jemand vor Rosa Parks.
00:59:37: Rosa Parks, genau.
00:59:39: Z.B.
00:59:39: ein wunderbares Kinderbuch von Little People Big Dreams über Rosa Parks.
00:59:45: Genau, aber es gab vor Rosa Parks eine andere Frau und um die ging es in den Buch und deren Namen weiß ich nicht mehr.
00:59:52: Ach
00:59:52: so, so war das, ja.
00:59:53: Genau.
00:59:55: Und in dem Buch, und ich habe auch die Kritik, zum Glück habe ich immer noch sehr viele Freunde, die mir genau so
01:00:02: schnell... Claudette Holben.
01:00:05: Claudette Colvin, die mir auch die Kritik an oder die auch das erste Buch von ihm komplett auseinandergenommen hat.
01:00:11: Und trotzdem finde ich, hat er mit einem Punkt, mit der Stärke, was ein Individuum kreieren kann und was Einzelne schaffen können, wenn sie eine Bewegung starten oder eine strukturelle Veränderung und eine Perspektivwechsel offerieren.
01:00:26: Für mich zum Beispiel so einer Colin Külpanik hier von der NFL-Profi, der auf die Knie gegangen ist.
01:00:32: Das ist mit so einem ... vermeintlich einfachen Move ... ... wirklich in weltweite Aufmerksamkeit ... ... für ein Thema zu generieren.
01:00:41: Genau, ich hätte es auch die Frage gestellt.
01:00:43: Vor allem an dich, Micha.
01:00:45: Wie geht es dir mit dem Gespräch bisher?
01:00:48: Gibt es Punkte, die dir vielleicht noch wichtig sind ... ... oder ... ... jetzt aufgekommen sind, dass wir dir auf jeden Fall noch ... ... mit Ansprechen und B sprechen?
01:00:57: Nö, alles gut.
01:00:58: Also es ist auf jeden Fall Layers dazugekommen.
01:01:03: Super.
01:01:04: Danke, dass du heute da warst, Micha.
01:01:07: Wir sind in die großen und kleinen Themen eingestiegen.
01:01:11: Danke, dass du ein Teil von deiner Reise und deinen Fragen mit uns geteilt hast und die Zeit mit uns hier verbracht hast.
01:01:20: Ich sage von meiner Seite schon mal danke und tschüss.
01:01:23: Ja, von mir nochmal vielen lieben Dank.
01:01:25: Das war wirklich ein spannendes und inspirierendes Gespräch mit dir.
01:01:31: Vielen Dank.
01:01:31: Ich möchte mich auch bedanken, weil natürlich habe ich das auch privileg, viele Podcasts machen zu dürfen.
01:01:39: Es ist aber wahrscheinlich mit einem anderen Podcast, der Podcast, an dem ich am meisten gelernt habe und nochmal ein paar Layers dazugekommen sind.
01:01:50: Deswegen vielen, vielen, vielen Dank und das durch eine sehr... Interessante Frage, Challenge Technik, die ihr da habt, finde ich sehr, sehr smart.
01:01:58: Also vielen, vielen Dank.
01:01:59: Ich hoffe anderen ging es auch so, dass irgendein Layer dazugekommen ist, weil letztendlich geht es darum.
01:02:05: Und in dem Sinne, ja, spendet alle euer Geld unter alle eure Privilegien, eins von beiden mindestens oder Hälfte.
01:02:12: Das ist ein großartiger Appell.
01:02:14: Ja, super.
01:02:16: Tschüss.
01:02:17: Ja, dann habt noch einen schönen Tag.
01:02:20: Bis zum nächsten Mal.
01:02:22: in Verbindung.
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