In Verbündung mit Siri Hummel und Karin Heisecke – Über Geld, Macht und die feministische Zivilgesellschaft
Shownotes
In dieser Folge von „In Verbündung“ sprechen Helene und Kai mit Dr. Siri Hummel, Direktorin des Maecenata-Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft, und Karin Heisecke über die Finanzierung feministischer und gleichstellungsorientierter Zivilgesellschaft in Deutschland.
Anlass ist der erste Teil einer Studie, die zeigt, wie wenig Mittel in dieses Feld fließen und warum die Datenlage bisher so dünn ist. Die Gäste sprechen über zentrale Ergebnisse, über die Herausforderungen der Forschung und über die Frage, warum Geschlechtergerechtigkeit in Förderentscheidungen so selten vorkommt. Außerdem geht es um politische Interessenvertretung, um den wachsenden Druck auf Organisationen und darum, was Stiftungen, Spender*innen und Männer konkret tun können.
Fair Share im Netz: https://fairsharewl.org/de/
Helene bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/helene-wolf-she-her-417bb22/
Kai bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-viehof-023748330/
„In Verbündung“ ist eine Produktion der Social Media und Podcast Agentur KUNDENFOKUSSIERT.
WEITERE LINKS:
Studie "Nachgezählt": https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/112199
Kernergebnisse der Studie und weitere Informationen: https://fairsharewl.org/de/feminismus-finanzierung/
Fundraising-Leitfaden "Weil wir es wert sind" für zivilgesellschaftliche Organisationen und weitere Ressourcen: https://fairsharewl.org/de/ngo-fundraising-ressourcen/
Blog von Helene zum Alltag einer feministischen Organisation: https://www.linkedin.com/pulse/wo-ist-die-finanzierung-f%C3%BCr-feminismus-helene-wolf-she-her--bvmbc/
Guide to Gender-wise Philanthropy (Australians Investing in Women) https://www.aiiw.org.au/research-resource/guide-to-gender-wise-philanthropy/
Illuminating Impact: Why Gender Matters for Funders in Any Issue Area (Bridgespan) - 5 practices for every funder https://www.bridgespan.org/insights/why-gender-matters-for-funders-in-any-issue-area
Philea-Bericht “Proven Practices in Gender Mainstreaming: Foundations in Conversation” https://philea.eu/insights/publications/proven-practices-in-gender-mainstreaming-foundations-in-conversation/
Philanthropie ist ein feministisches Thema (NdanaBofu-Tawamba und Ise Bosch, 2020) https://www.stiftungen.org/themen/geschlechtergerechtigkeit/philanthropie-ist-ein-feministisches-thema.html
Gemeinnützige Organisationen im “toten Winkel” der Aufmerksamkeit (Karin Heisecke, Januar 2025) https://bcause.com/blog/geschlechtergerechtigkeit-gemeinnuetzige-organisationen
OECD DAC Gender Equality Policy Marker https://one.oecd.org/document/DCD/DAC/GEN(2025)2/en/pdf
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo!
00:00:06: Ich bin Helene, Mitbegründerin und Co-Geschäftsführerin von FairShare of Women Leaders.
00:00:12: Und ich bin Kai Viehhof Impact Philanthrop und Sozialunternehmer.
00:00:17: Zusammen starten wir den Podcast in Verbindung
00:00:21: rund um die Themen Geschlechtergerechtigkeit – Die Rolle von Männern und Allianzen für den Wandel.
00:00:26: Gemeinsam werden wir mit Gästen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft
00:00:30: diskutieren wie wir gemeinsam Geschlechtergerechtigkeits erreichen können.
00:00:35: In Verbindung.
00:00:40: Ja, hallo bei einer neuen Folge von.
00:00:43: in Verbindung Bei mir ist wie immer die liebe Helene.
00:00:47: Hallo Helene!
00:00:48: Hallo Kai schön wieder hier zu sein
00:00:51: Ja freu mich auch und heute haben wir eine Besonderheit.
00:00:56: Wir haben zwei Gästinnen eingeladen Zu einem wirklich sehr spannenden Thema.
00:01:02: Und ja das sind nämlich zum einen Karin Heisecke.
00:01:06: Karin du hast langjährige Erfahrung mit der nationalen Kontext an, wenn man es so liest allen Schnittstellen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit Gewalt gegen Frauen Diversität.
00:01:21: wirklich spannend was du schon alles gemacht hast.
00:01:24: Ich würde mich freuen wenn du ein bisschen auch nochmal von dir und deiner Arbeit erzählen könntest.
00:01:31: Ja hallo Kai Hallo Helene erstmal herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:35: ja ich habe in der im weitesten Sinne dem Feldpolitische Interessenvertretung für feministische Themen viele Jahre gearbeitet oder tut es auch heute noch.
00:01:46: Und ich bin jetzt seit Jahrzehnten mehr im deutschen Kontext unterwegs, ist auch schon eine ganze Weile und da das Thema politische Interessentvertretungen bzw.
00:01:56: die ganze zivilgesellschaftliche Arbeit für eine gerechtere Gesellschaft ja immer auch mit finanziellen Möglichkeiten verbunden ist, beschäftige ich mich auch viel mit dem Thema Finanzierung der feministischen CW-Gesellschaft.
00:02:09: Ich arbeite mit verschiedenen Stiftungen zusammen, habe auch Berate und Leute die Stiftung gründen wollen, hab jetzt dann auch eine ganze Weile eine kleine Stiftin geleitet und ja wenn jetzt so ein bisschen übergeordnet sind in Deutschland dabei dieses ganze Thema ein bisschen mehr in die deutsche Philanthropielandschaft zu bringen.
00:02:31: Und unsere zweite Gästin, das ist Dr.
00:02:34: Siri Hummel und die Direktoren des Mezzanata Instituts für Philanthropie- und Zivilgesellschaft.
00:02:44: Das ist auch wirklich ein spannendes Feld, dass du einerseits bearbeitest, dass ihr mit der Stiftung Fokus habt und wenn du noch mal ein bisschen erzählen magst...
00:03:00: Ja, auch hallo von mir und vielen Dank für die Einladung an euch beiden.
00:03:05: Du hattest schon gesagt ich bin Direktorin beim Metinata-Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft bei der Metinater Stiftung.
00:03:13: Die Metinator Stiftungen ist ein Think Tank für zivilgesellschafts Und wir am Institut machen das eben insbesondere durch Forschungsüberselbige und gucken eben wie das sind sich gute Rahmenbedingungen schaffen, welches sind die Voraussetzungen?
00:03:27: Wo gibt es vielleicht aber auch Einschränkung von der CW-Gesellschaft?
00:03:30: Das ist ein Thema mit dem ich doch leider muss man fast sagen in den letzten Monaten viel auseinandergesetzt habe.
00:03:37: Ich
00:03:38: bin von Haus aus Politikwissenschaftlerin und Kommunikationswissenschaftlerin.
00:03:42: Ich hab promoviert zum Thema von Demokratieförderung zur Stiftung Und das Thema Gleichstellung beschäftigt mich aber auch schon seit einigen Jahren jetzt Aus der Perspektive der Zivilgesellschaftsforschung heraus.
00:03:56: Das liegt relativ, für mich liegt das relativ auf der Hand weil wir zum einen wenn du den dritten Sektor anguckst, ja?
00:04:03: Wir haben seventy-fünf Prozent der Beschäftigten da sind weiblich mit Frauen und auch die Frauenrechtsbewegungen.
00:04:09: Historisch gesehen als soziale Bewegung gesehen ist verordert in der Zivigesellschaft.
00:04:14: also das Thema liegt doch auf der hand.
00:04:20: Ja und wir haben uns heute auch nicht ohne Grund hier zusammengefunden, denn wir haben ein tatsächlich gemeinsames Thema.
00:04:29: Nämlich eine Studie zum Thema wie viel philantropische Mittel fließen eigentlich in die Weihstellung der Geschlechter als Satzungszweck?
00:04:42: Und ja das da habt ihr zusammen daran gearbeitet an diesem Thema und es gibt schon einige Studien ergebnisse Ja, traurigerweise gleichzeitig wenig überraschen aber doch einen fassungslos zurücklassen.
00:04:59: Und ja, Edine, magst du mal ein bisschen was sagen?
00:05:03: Mal einen kleinen Einblick geben?
00:05:06: Ja genau!
00:05:07: Ja.
00:05:08: also es ist wirklich auch toll dass wir deshalb hier zusammen sitzen weil ohne uns vier um die an den Mikrofonen sind könnten wir das Thema heute gar nicht so intensiv besprechen Und ich würde einmal kurz erzählen, wie das entstanden ist.
00:05:23: Also... Ich habe ja selbst vor sieben Jahren NGO für Geschlechtergerechtigkeit gegründet und damals war gerade Feminismus schick!
00:05:35: Und gefühlt haben alle drüber gesprochen wenn ich erzählt hab was ich vorhab Ja klar so wichtig und endlich und auf jeden Fall.
00:05:44: und dementsprechend dachte ich auch ja wird auch kein Problem sein, das zu finanzieren.
00:05:49: Weil es scheint ja sozusagen das Thema zu sein, dann wird es dafür ja auch die entsprechenden Mittel geben aus verschiedenen Finanzierungsquellen, die es gibt für NGOs.
00:06:01: aber je mehr ich anklopfte an Türen und Netzwerke ums Meer wurde wie klar dass dem nicht so war Und oft mit der Antwort Ja wirklich wichtiges thema passt bei uns nicht rein oder noch schlimmer.
00:06:15: Das heißt, schlimmer aber noch bedenkt ich ja nie.
00:06:17: Das kriege in meinen männlichen Kremien nie durchgesetzt.
00:06:20: euren Antrag das interessiert dir einfach nicht ist keine Priorität und Ich glaube da is ne Gender Dimension drin dass ich erst mal dachte ich bin so blöd Ich weiß halt nicht wie es geht ich schreibe die falschen Anträge was auch immer.
00:06:34: Aber je mehr ich mich dann mit Menschen dazu ausgetauscht hat unter anderem Karin schon ganz zu Anfang an wurde klar Dass das einfach ein strukturelles Thema ist fast alle feministischen und gleichstellungsorientierten Organisationen ganz ähnliche Erfahrungen machen.
00:06:52: Und je mehr ich mich damit beschäftigte, und nach Daten dazu suchte die es einfach nicht gab, dachte ich dass wir daran was machen müssen.
00:07:02: also da ja es war angestoßen von meiner eigenen Erfahrung und meine eigenen Geldnot in meiner Organisation.
00:07:08: aber ich habe hier ein strukturelles Ungerechtigkeitsthema gesehen wo ich dann nach Verbündeten gesucht habe und Karin war meine allererste Ansprechpartnerin, weil ich wusste sie kennt sich zu dem Thema international und in Deutschland wirklich am besten aus.
00:07:26: Und dann haben wir angefangen fidantropische AkteurInnen dazu zusammenzubringen und unter anderem gesagt Wir müssten mal verlässliche Daten dazu haben.
00:07:38: Diese anekdotische Evidenz reicht nicht aus obwohl wir davon sehr viel hatten.
00:07:44: Und da kam dann zuerst Siri ins Spiel, wo wir gesagt haben, kannst du mal überlegen wie so eine Studie aussehen könnte?
00:07:52: Wenn wir das mal versuchen für Deutschland das erste Mal zu erfassen.
00:07:56: Es gibt einfach aus anderen Ländern da sehr gute Erfahrungen.
00:07:59: wenn es diese Daten gibt damit dann wirklich Bewusstsein zu stärken und vielleicht auch was zu verändern.
00:08:05: Und da schließt sich jetzt hier unser Kreis saßen Kaidu und ich zusammen Und ich habe dir davon erzählt und du hast sofort gesagt, ja das möchte ich unterstützen.
00:08:15: Dass es endlich diese Daten gibt und deshalb konnten wir seit diesem Jahr anfangen die zu veröffentlichen Diese Daten, die wirklich in Deutschland einfach so nicht bisher zur Verfügung stand und die Forschungsfrage war wie die Finanzierungsstrukturen für feministische und gleichstellung orientierte Zivilgesellschaft in Deutschland sind.
00:08:41: Der erste Studienteil ist jetzt veröffentlicht und insofern würde ich damit auch direkt mal mit Siri einsteigen, was denn aus deiner Sicht die Kernergebnisse sind.
00:08:54: Und vielleicht auch ja, was waren für dich größte Überraschungen?
00:08:57: oder vielleicht auch genau nicht?
00:09:00: Wie lief eure Forschung ab?
00:09:01: Was gab es dafür?
00:09:02: Herausforderungen oder neue Erkenntnisse?
00:09:06: Und den Link zur Studie und ein Material machen wir natürlich in die Show Notes, aber wir wollen auch möglichst viel davon heute hier mit in den Podcasts einbringen.
00:09:16: Ja, sehr gerne!
00:09:17: Auf jeden Fall!
00:09:18: Ich glaube ich roll das Feldmann gewisse Massen von hinten auf.
00:09:21: und dann was deine Fragen angeht.
00:09:23: Fangen mal mit den Herausforderungen an denn du hattest schon gesagt es gibt in Deutschland dazu quasi nichts.
00:09:29: Und das heißt als erste Herausforderung aus Forschungsperspektive ist, du kannst da überhaupt auf nichts aufbauen.
00:09:36: Du musst dir erstmal wirklich vollkommen neues Forschungsdesign überlegen und sagen okay wir hatten unsere Forschungsfrage also wir wussten was wir wissen wollen aber das war auch schon alles.
00:09:47: und dass es so wenig gibt hat zwei tiefere Gründe meinste Achtnis nach.
00:09:53: zum einen ist Zivilgesellschaftsforschung als Ganzes in Deutschland ein sehr prekär aufgestelltes Feld.
00:10:00: Es gibt kaum Professorinnen dafür, kaum Lehrstühler entsprechend wenig Forschen.
00:10:03: da haben wir in dem Bereich und wenn du dann noch auf so einen besonderten Bereich gucken willst wird es immer dünner.
00:10:10: das heißt wenn du da denn die den Querschnitt oder die jemanden finden willst der sich mit Zivilgesellschaftsforschung auseinandersetzt und dann auch noch mit dem Thema Gleichstellung das kannst du in Deutschland also an einer Hand erzählen wie viele Leute sich damit beschäftigen.
00:10:24: Das war so die eine.
00:10:26: Das Problem sage ich jetzt mal, das andere ist dass uns in den paar Studien die es gibt Langzeitstudien zum Thema ZW Gesellschaft also Befragungen z.B von ZW gesellschaftlichen Organisationen aber auch die Spendenmonitoring was wir in Deutschland haben das Engagement Monitoring, dass wir da das Problem haben, dass das Thema Gleichstellung da als Kategorie nicht auftaucht.
00:10:53: und wenn man sich das überlegt Vielleicht hole ich mal aus und sage erklär mal, woher das kommt.
00:10:59: Also es gab vor fünf, dreißig Jahren mittlerweile ein großes anerkanntes internationales Forschungsprojekt des John Hopkins Comparison Non-Profit Organizations Project oder Sector Project aber also eine große international angelegte Studie zum Thema dritter Sektor die so unter Kategorien gebildet haben, wie man ZW-Gesellschafts operationalisieren kann.
00:11:25: Also gucken kann es gibt da immer ein Sportsektor zum Beispiel oder es gibt immer den Sektorkultur und in diesen zwölf Kategoren gibt das System nicht Und alle Studien die danach kamen haben gewissermaßen darauf aufgesetzt Ja genau und deswegen ist so eine Fahrtabhängigkeit gewissermassen sie wieder sehen können Die wirklich ja doof ist das sehr erschwert haben, weil man eben nicht dann sagen kann okay ich geh in den freiwilligen Survey und such mir die Kategorie aus und lese es nochmal besonders aus sondern wir mussten wirklich verschiedene verschiedenste Umwege gehen.
00:12:00: zum Beispiel dem wir nicht die Filterung vorgenommen haben nach diesem Haupt.
00:12:05: Kriterien, sondern wenn Leute oder Organisationen befragt wurden wird oft auch gefragt nach was habt ihr für Beginnstiktengruppe?
00:12:13: Sind eure Zielgruppen so.
00:12:15: Dass die Daten hatten wir dann teilweise.
00:12:17: das heißt wir sind an diesen Weg gegangen.
00:12:20: also ich muss ein bisschen abzukürzen.
00:12:22: die Herausforderungen waren auf jeden Fall manigfaltig und es ist wirklich ärgerlich dass diese Kategorie so marginalisiert wird.
00:12:30: sie nicht häufig
00:12:32: Geht doch nur um die Hälfte der Bevölkerung.
00:12:34: Dafür brauchen wir denn deine Kategorie.
00:12:38: Ja, aber wichtig dass es auch auf jeden Fall Umwelt und Klimaschutz und Naturschutz ist, das ist immer getrennt aufgetragen.
00:12:44: Aber das ist eine andere Diskussion.
00:12:46: Du wolltest von mir auch noch die Ergebnisse wissen?
00:12:51: Kannst uns... Wir werden dich das noch mehrfach fragen vielleicht zu den ersten zwei oder drei, die dich vielleicht auch wirklich die dir so besonders aufgestoßen sind und dann kommen wir bestimmt in der Diskussion noch auf weitere Ergebnisse.
00:13:10: Vielleicht war es für die Hörnern bestimmt auch interessiert, wenn wir da genau untersucht haben nochmal unsere Definitionen, die wir zugrunde gelegt haben weil wir haben die bewusst ein bisschen offener gestaltet sprechen von zivilgesellschaftlichen Organisationen und informellen Zusammenschlüssen in Deutschland mit primärem Fokus auf der Förderung von braunrechten, schlechter Gleichstellung und Gerechtigkeit in deutschen lebenden Frauen und Mädchen.
00:13:37: Warum betone ich das so?
00:13:40: Wir sprechen ja auch im Titel von feministischen und gleichstellungsorientierten Organisationen.
00:13:45: Das hat was damit zu tun dass dieser Begriff Feminismus mittlerweile ein so stark politisierter, so stark polarisierender Begriff ist.
00:13:55: offener rangehen, bewusst.
00:13:58: Weil wir Organisationen von Organisationen wissen die beispielsweise im Mint-Bereich Frauen und Mädchen unterstützen Die von sich selber sagen sie benutzen diesen Begriff nicht weil ihnen zu politisch ist Sondern die sagen die treten halt für Chancengerechtigkeiten für Mädchen einen im mitbereich Und deswegen diese dieser etwas erweiterte Bewusstbeweitete begriff.
00:14:24: Wenn ich versuche, diese ganzen... Du hast es schon gesagt.
00:14:27: Es wird drei Teile geben und wenn ich versuchen oder gezwungen werde die Ergebnisse in einem Satz darzulegen würde ich das folgendermaßen versuchen.
00:14:36: Ich würde sagen Die Ergebnisse sind dass dieser Unterbereich für Ministerinnen und Steuerung gleichstellungsorientierte Zivilgesellschaft ein relativ kleiner Bereich ist mit relativ kleinen Organisationen
00:14:51: Mit
00:14:52: kleinem Budget die häufig nicht im Fokus von Fördernden stehen.
00:14:58: Seien das jetzt Individualspender oder Förderstiftung, Förderorganisation?
00:15:03: Das würde ich ... ist es so genannte Kokosnuss.
00:15:06: Nee, wie sagt man, nicht Kokosnos, Nutshell!
00:15:08: Ja gut...
00:15:10: Ich habe gelernt, Kokosnis ist keine Nuss.
00:15:12: Es ist eine Bruch.
00:15:14: Also die Walnuss, nehmen wir mal Walnus.
00:15:16: Das wäre quasi so die Kernergebnisse und wenn ihr möchtet, kann ich das noch ein bisschen runterbrechen.
00:15:24: Vielleicht hören wir einmal erstmal von Karin und gehen dann auf die Unterergebnis zurück, weil ich mein den Satz muss man schon erst mal sinken lassen.
00:15:34: Den du gerade zusammen gefasst hast.
00:15:36: und Karin wie Kai gesagt hat, du beschäftest dich so lange mit dem Sektor der Finanzierung und Philanthropie dazu.
00:15:44: Hat er dich in Klammern trotzdem überrascht diese Erkenntnis?
00:15:48: Und was bedeutet das jetzt für uns das Wilde?
00:15:52: dass jetzt nochmal auf Papier stehen haben, dieses Ergebnis.
00:15:59: Ach ja!
00:16:02: Es hat mich leider nicht überrascht.
00:16:04: Ich hätte mir andere Ergebnisse erhofft.
00:16:07: Gerade weil auch wie du es beschrieben hast in der Zeit wo du verscher gegründet hast... Der Diskurs ist ja in den letzten, weiß ich nicht sagen wir mal, letzten zehn Jahren oder so?
00:16:17: Der Diskurst über Geschlechtergerechtigkeit und insgesamt Diversität hat sich ja verstärkt und dann hätte damit eigentlich auch ein größeres finanzielles Engagement in dem Feld hergehen können.
00:16:30: Und ich kannte natürlich, wie du auch Freunde meintest, die anektotische Evidenz, die uns bereits bekannt war – da wussten wir ja, dass ganz viele Organisationen wahnsinnige Schwierigkeiten haben, also Organisationen, die gute Arbeit machen, irgendwie etwas machen, was nicht förderndswert ist und die auch gut sind im Antrag geschrieben
00:16:48: usw.,
00:16:49: dass die dennoch wahnsinnig Probleme haben.
00:16:51: Die finanziellen Mittel zu bekommen, die sie brauchen um ihre Arbeit gutmachen zu können.
00:16:57: Und ich dachte vielleicht gibt es ja irgendwo ganz viele Organisationen, die ganz viel Geld bekommen und wir haben die nun nicht auf dem Schirm.
00:17:02: und wenn wir jetzt die repräsentativen Daten haben und das alles mal wissenschaftlich erhoben wird dann zeigt sich Es ist gar nicht so schwierig wie Ich mir das vorstelle uns Aber die Daten haben ja, ehrlich gesagt war ich überrascht darüber dass der Anteil so winzig war.
00:17:20: Ich lasse jetzt den Cliffhanger bei Siri dann die noch ein paar konkrete Zahlen nennen kann wie niedrigen sie sind.
00:17:26: was mich tatsächlich überraschst hat war wirklich die Solardatenlage also diese Daten.
00:17:33: wüsste dieser das man als Gender Data Gap bezeichnet und was es in allen möglichen wissenschaftlichen Feldern gibt dass der hier bei den Zivilgesellschaftsforschungen, nicht nur die Forschung im klassischen wissenschaftlichen Sinne, sondern auch tatsächlich bei den Erhebungen.
00:17:52: selbst beschäftigt sozusagen und die Daten, die dann auch genutzt werden um Strategien zu entwickeln.
00:17:57: Ob es jetzt also der Zivil Survey oder halt der Spendenmonitor und dann die Daten über den Bundesverband deutscher Stiftungen zur Verfügung stehen oder auch das was selbst was halt über das Zuwendungsempfängerregister eine Information zugänglich ist dass sich da offen... offensichtlich bisher noch niemandem aufgefallen ist, dass dieser Standard der vor zehn Jahren mal gesetzt wurde.
00:18:25: Dass das keinen Sinn macht.
00:18:27: Also wenn wir darüber sprechen, werden wir die Gesellschaft verändern wollen und die Gesellschaft besteht aus Menschen verschiedener Geschlechter.
00:18:35: Und dass es wichtig ist, also Unterschiede der Geschlechter damit auch auf dem Schirm zu haben und auch Fragen rund um Geschlechtsgerechtigkeit auf den Schirm gesellschaftliche Veränderungen und Zivilgesellschafts usw.
00:18:48: betrachten wollen, dass wir da in Deutschland noch an diesem Punkt stehen?
00:18:52: Das hat mich tatsächlich überrascht!
00:18:54: Und ich bin sehr froh, dass jetzt mal beginnen konnten, dass Siri und ihr Team sich auf den Weg gemacht haben um das wir jetzt in Deutschland damit anfangen können.
00:19:05: ein bisschen besser spät als nie.
00:19:09: Also so aus meiner Familiengeschichte und was man so rundherum wahrnimmt ist ja so, dass das Geld, das zur Verfügung steht.
00:19:18: Dass dann auch eben gespendet wird oder eben gestiftet wird oftmals noch sehr patriarchal in männlicher Hand und habe auch das Gefühl, dass es nach wie vor eben so ist.
00:19:33: Hat die Studie diesen Eindruck bestätigt?
00:19:35: aus eurer Sicht?
00:19:37: Fangen du doch an, Siri!
00:19:38: Vielleicht kannst du jetzt ein paar der Zahlen...
00:19:43: Eigentlich werde ich meine Zahlen... Naja, aber zunächst kann ich auch einfach sagen ja es hat sich bestätigt.
00:19:49: Zu dem was ich in diesem Satz hier nicht eben gesagt habe na das ist wie ich zusammenfassen würde kleine Organisationen kleines Felds und kleinen Budgets die eben wirklich häufig unter einem Radar laufen oder nicht immer im Radar von Förderstruktur entstehen.
00:20:06: Wie haben wir das gemacht?
00:20:07: Also, zuerst so eine Art Vermessung des Fels ist überhaupt vorgenommen.
00:20:10: Wir wollten überhaupt mal ein Gespür dafür kriegen wie viele Organisationen gibt es in Deutschland die sich diesen Thema annehmen?
00:20:18: und dann gibt's jetzt natürlich irgendwie nicht das Wunschregister wo das drin steht sondern es waren eher Ernährungen die wir da vornehmen konnten.
00:20:26: und das Erste was wir gemacht haben wir haben das sogenannte Zugmendungsamt Ferigister uns angeguckt Ein Register, was es mir jetzt seit ein paar Jahren zur Verfügung steht, wo gemeinnützige Organisationen drin stehen.
00:20:39: Und du kannst gucken welche Satzungszwecke die verfolgen.
00:20:42: und das war quasi der erste Weg den wir gegangen sind zu schauen.
00:20:45: okay wer hat dann da den Abgaben zweck?
00:20:47: macht denn also den der Gleichstellung?
00:20:50: Von den über fünfhunderttausend Organisationen die in diesem Register stehen waren das knapp dreitausend das heißt wir reden von null Kommen sechs Prozent dieser Organisation die den Satzungszweck haben.
00:21:03: Das fand ich sehr wenig.
00:21:07: Wir haben außerdem uns die größte Organisationsbefragung angeguckt in diesem Feld, das ist der Server-Service, der wird regelmäßig alle paar Jahre gemacht und der fragt eben gemeine Zügeorganisation oder zivilgesellschaftliche Organisationen was sie so tun?
00:21:24: unter anderem auch wie viel Budget sie zur Verfügung haben und so weiter.
00:21:27: Und ich hatte, glaube ich eingangs schon erzählt da haben wir das Problem dass wir dann nicht einfach filtern konnten.
00:21:33: ach wir gucken uns einfach alle Organisationen an die das angeben die arbeiten im Bereich Gleichstellung weil den gibt es nicht.
00:21:38: Das heißt in dieser Studie mussten wir dann vorgehen dass wir Gott sei Dank in Kooperation mit Peter Schubert von Servis also der der diese Studie gemacht hat über den Umweg der Zielgruppe gehen konnte.
00:21:51: Das heißt, wir haben Daten bekommen von den Organisationen die gesagt haben.
00:21:57: Wir haben Mädchen und Frauen als alleinige
00:22:00: Zielgruppe.".
00:22:01: Und jetzt dürften wir mal raten... Ihr beide wisst es natürlich!
00:22:05: Wie hoch da die Zahl war?
00:22:07: Wir sind wieder unter einem Prozent.
00:22:09: Wir sind nämlich bei Nullkommasieben Prozent der Organisationen.
00:22:12: Das waren von denen fast zwölftausend befragt oder über zwölftausend.
00:22:16: Organisationen, die beantwortet haben, neun und dreieundneinzig Organisationen.
00:22:21: So das ist jetzt mal der erste Eindruck dieser Vermessung des Feldes.
00:22:25: Das was dahinter steht wenn ich sage es ist ein relativ kleiner Bereich.
00:22:30: Man habe im Civil Service aber noch mehr erfahren nämlich weil dass diese Organisation selbst in der Regel kleine Organisation sind.
00:22:38: In der Regel sind das Vereine Die aber nicht viele Mitglieder haben.
00:22:42: Jetzt muss man wissen Für Vereine sind in der Regel Mitgliedsbeiträge sehr, sehr wichtig was die Finanzierung angeht.
00:22:48: Das heißt da haben wir schon den ersten Hintern wenn wir sehen das sind kleine Organisationen, kleine Vereine mit wenig Mitgliedern dass da jetzt nicht der Riesengolsch dazu zu vermuten ist.
00:22:58: Was wir, was wir ein bisschen auch wissen ist eben wie viel Budget haben sie zur Verfügung?
00:23:03: und es ist in der regel bei diesen kleinen Organisationen unter zehn tausend Euro im Jahr.
00:23:09: soweit Die ersten Zahlen.
00:23:12: Wirklich nichts.
00:23:14: Ja, und ich finde so ein bisschen auch was du meintest Karine.
00:23:17: Es wurde jetzt ja immer so ein bißchen.
00:23:19: auch der Diskurs hat sich ja jetzt so verschoben zu Jetzt reicht's doch mal!
00:23:24: So und da wird immer so suggeriert Da wird doch schon ganz viel gemacht es gibt doch schon so viele.
00:23:29: Ich hatte das inzwischen auch als erste Reaktion Das Thema ist doch erledigt Gibt es dann nicht ganz viel Organisationen Und wir können jetzt einfach sagen Nein Also nicht glaube diese Diskrepanz zwischen diesem neuere Narrativ, erst war es ja so unterstützendes.
00:23:46: Aber wurde nie mit Ressourcen hinterlegt.
00:23:48: jetzt haben wir so eins aber das müsste doch mal reichen.
00:23:51: Ist nicht so als wäre das ein groß angelegtes zivilgesellschaftliches Engagement-Feld gewesen?
00:23:59: War dir das so klar Karin aus deiner Erfahrung?
00:24:03: und was vor allem heißt das für unsere Gesellschaft dass nicht einmal einen Prozent eines großen zivil gesellschaftlichen Bereichs sich dafür den Abbau von Ungleichheiten einsetzt.
00:24:17: Ja, ich hatte also zu meiner persönlichen, so die privatemphirische Beobachtung hat das daraus... Hatt ich auch den Eindruck.
00:24:26: aber ich dachte tatsächlich dass ich vielleicht irgendwas übersehe weil es kann doch eigentlich nicht sein.
00:24:32: Also auch Nicht zuletzt auch wir haben in Deutschland Wir haben ja das Grundgesetz Also wir haben das Grund Gesetz!
00:24:38: Wir haben alle mögliche Gleichstellungs-Gesetzgebungen anderen Kontexten und auch das Thema Gender Mainstreaming ist, weil von den Vereinten Nationen der EU also überall wo die deutsche Regierung Mitglied ist schon seit Jahrzehnten anerkannt.
00:24:54: Also eigentlich ist es allen klar dass wir insgesamt gesellschaftlich nur weitergehen können wenn auch Geschlechtergerechtigkeit oder Gleichberechtigung von Frauen und Männern, oder Gleichstellung oder wie auch immer wir es jetzt nennen wollen.
00:25:06: Wenn das erreicht wird – das ist in den Sustainable Development Goals im nachhaltigen Entwicklungsteam der Vereinten Nationen des Geschlechtergerechtigkeits drin.
00:25:15: Das heißt, es ist eigentlich überall verankert und das passt überhaupt nicht dazu dass Organisationen, die in diesem Feld aktiv sind, finanziell so vernachlässigt werden und also weder von öffentlichen Mitteln noch von privaten Mitteln, ob sie Stiftung oder Privatspenden sind.
00:25:34: Also das passt überhaupt nicht zusammen.
00:25:37: Es lässt sich letztendlich daraus nur schließen, dass halt einfach die patriarchalen Strukturen, halt die Kai auch schon angesprochen hat züglich wer macht, hat darüber wie Mittel verteilt werden, halt weiterhin... Das Thema Ignorieren, ob nun bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt.
00:25:55: Es ist durchaus eine Möglichkeit das es uns vielleicht, weil wir ja alle auch.
00:25:58: Wir sind ja alle im Patriarchat sozialisiert worden und dass viele Leute... halt einfach nicht drüber nachdenken.
00:26:06: Und wenn es dann auch nicht in den ganzen Forschungen überhaupt erst abgefragt wird, also ich war wirklich sehr überrascht darüber und nicht im positiven Sinne, dass es noch nie jemandem aufgefallen ist, dass das komisch ist, die Geschlechtergerechtigkeit als Engagement fällt nirgends vorkommt.
00:26:23: Das hat mich wirklich ja sehr überascht und nicht in einem positiven Sinn.
00:26:29: Ja von daher... Ich kriege das nicht zusammen, dass wir einerseits das ganze Wissen ist da.
00:26:35: Dass wir Geschlechtergerechtigkeit brauchen für eine demokratische Gesellschaft Es ist selbst gesetzlich verankert und alles was dazu gehört Und dennoch wird es wenn es darum geht wie die Mittel verteilt werden wird es nicht beachtet.
00:26:50: Was ich auch häufig erlebt habe ist, dass es ne Vermischung gibt zwischen Diskussionen rund um ob Frauen in Führungspositionen sind oder ob Organisationen inhaltlich.
00:27:02: für Geschlechtergerechtigkeit arbeiten.
00:27:04: Und da wir ja alle auch Frauen halt so sozialisiert worden sind in der Gesellschaft, wie sie aktuell ist kommt es ja leider auch noch durchaus vor dass selbst wenn Frauen in Führungspositionen sind also wenn wir da messbar Veränderungen bewirken zum Beispiel jetzt Frauen und auch Entstiftungen in Entscheidungsposition oder sowas da ja auch.
00:27:22: Also Helene du hast dazu ja auch die Daten.
00:27:25: das ist auch im ganzen Non-profit Sektor da auch noch weit entfernt ist von einer Ausgeglichenheit.
00:27:30: aber es gibt ja selbst auch Frauen in Enthaltungspositionen über die Vergabe von Mitteln, die genauso wie Männer in diesen Positionen sich auch dagegen entscheiden aktiv oder unbewusst Mittel für feministische oder gleichstellungsorientierte Arbeit bereitzustellen.
00:27:48: Also ich glaube da, wie viel davon jetzt ein unbewusster Prozess ist und wieviel davon halt wirklich eine Ablehnung von Gleichstellungsthemen Das müssten wir noch schauen, aber dass wir in einer Situation sind wo das Thema nach wie vor komplett marginalisiert ist und dass es so nicht weitergehen kann.
00:28:08: Also zumindest nicht wenn wir an einer demokratischen gerechten Gesellschaft leben wollen dann ist es jetzt höchste Zeit was zu ändern.
00:28:16: Siri du hattest vorhin gesagt der Begriff feministische Arbeit ja mittlerweile nicht mehr so viel gebraucht wird oder irgendwie Ja, so schon fast ein Kampfbegriff geworden ist wenn ich das richtig verstanden habe.
00:28:34: Das sieht man ja oftmals ne?
00:28:35: Dass von der Seite die sich gegen irgendwie ein Thema stellt es bekämpfen möchte dann genau diese Begriffe ja umgemünzt werden in solche Kampfbegriffe um das ganze Thema zu diskreditieren.
00:28:52: So ein Thema wo Helene und ich auch öfter mal drüber gesprochen haben dass wir Gerade uns in der Zeit befinden, wo es eine erhebliche Rückschritte gibt und viel Gegenwind gegen dieses Thema Geschlechtergerechtigkeit und alles was feministisch angehaucht ist.
00:29:12: Das macht mich gerade traurig dass das sich eben in dieser Nutzung der Begriffe dann auch schon wieder abbildet.
00:29:22: Also ich glaube, also ich würde dir davor zustimmen.
00:29:25: Dass wir wirklich eine starke Polarisierung sehen die sich unter anderem an diesem Begriff oder sehr schön plakativ an dieser Begriffsverwendung festmachen lässt.
00:29:36: Wobei ich gar nicht weiß inwiefern vielleicht auch schon vor fünfzehn Jahren oder so Organisationen.
00:29:44: mein Beispiel war ja dass der von jetzt in der Bildung für Mädchen ob die das Damals, dem Verwendeter.
00:29:52: Ich hab was, was der Unterschied ist, ist dieses starke Bewusstsein über diese Politarisierung und dieses ganz bewusste Nee ich möchte das.
00:29:59: also wir nehmen diesen Begriff quasi nicht im Mund weil wir Angst haben dass Das hat sich geändert und das ist das Problem.
00:30:08: Ja und es ist ja auch... ...das is ja kein Zufall ne?
00:30:11: Es ist wirklich eine politische.
00:30:14: da wiederum steckt ja sehr viel politische Interessensvertretung Es gibt ja nicht die eine andere Seite, aber von Menschen, die Geschlechtergerechtigkeit klein halten wollen oder für mich wichtig halten.
00:30:28: Und die Frage ist wie wir uns dann dazu verhalten?
00:30:33: Aber ich glaube da schließt sich für mich auch ein Kreis zu dem, worüber wir heute sprechen in der so prekären finanziellen Lage und was wir ja auch rausgefunden haben.
00:30:44: Gerade im Mittel für politische Interessensvertretungen, also für das Lautwerden.
00:30:49: Für die Rechte einstehen steht ja noch weniger zur Verfügung als für andere Teile der Arbeit wie Service oder Beratungsangebote und in dieser präkären Lage ist es eine wahnsinnig schwierige Entscheidung.
00:31:05: kann riesiges Dilemma sein Wie ich als Organisation damit solchen Worten umgehen und Ich glaube dass es sozusagen da gibt's ne ganz ganz großen Zusammenhang zwischen dieser absoluten prekären Situation finanziell und wie laut Mensch werden kann, ohne politischen Rückkeits- und ohne finanzielle Mittel die eine gewisse Unabhängigkeit überhaupt ermöglichen.
00:31:32: Vielleicht Karin Edu das auch noch ein bisschen einordnen kannst was das ja für unsere Demokratische Interessensvertretung heißt, da haben wir ein paar krasse Zahlen zu der politischen Interessenvertretungen.
00:31:45: Vielleicht hören wir die zuerst und sprechen dann ein bisschen darüber was das heißt für die Arbeit, die wir machen?
00:31:53: Ja lasst uns das machen!
00:31:55: Wir müssen auch noch weit drüber sprechen, wir haben ja auch noch Zahlen zur Stiftung und zur Spenden.
00:32:00: aber kommen wir zu der Frage von Lobbyismus zurück.
00:32:05: Wir haben uns das Lobbyregister angeguckt Das ist ein öffentlich zugängliches Register.
00:32:11: Und geschaut, wie viele Organisationen sich dem Thema annehmen sind da drin?
00:32:15: Im Verhältnis zu... Wir haben einmal geguckt innerhalb der Zivilgesellschaft, also zur anderen Organisation.
00:32:20: Wir haben in diesem Beispiel jetzt Umweltverbände genommen und aber eben auch zur Wirtschaft abgehören.
00:32:26: Wenn wir uns angucken, erst mal haben wir im ganzen Lobbyregister sage und schreibe, viernachtzig Organisationen gefunden die sagen sie, setzen sich für Geschlechtergerechtigkeit ein.
00:32:38: Dann sind wir immer wieder in diesem Vaginalbereich, ja?
00:32:41: Also eins Komma drei Sieben Prozent sind das.
00:32:44: und wenn wir das im Verhältnis setzen zu jetzt anderen Bereichen wie dem Umweltbereich dann sehen wir dass das doch eine relativ kleine Zahl des FASD an Mitteln zur Verfügung haben.
00:32:55: also die feministischen gleichstandungsorientierten Organisationen haben ungefähr zwei Komma Drei Millionen Für Die Arbeit In der Advocacy, die bei den Umweltverbänden sind es acht Komma vier.
00:33:07: Das heißt wir reden ungefähr von den Vierfachen.
00:33:12: So und wenn wir jetzt noch die Wirtschaftsakteure damit reinziehen dann wird's halt vollkommen absurd weil dann die haben hundertzwanzig mehr zur Verfügung Und das ist natürlich in seiner Verhältnismäßigkeit.
00:33:24: Es sind vierundsechzig mal so viel.
00:33:27: Das zeigt wirklich diese Dimension also die die Parität oder ich weiß gar nicht, weil da fehlen mir ein bisschen die Worte.
00:33:37: Also wie viele unterschiedlichen Kräften, die da antreten
00:33:44: um
00:33:45: Lobbyismus zu machen oder Advocacy zu machen was ja nichts anderes heißt als Ich kämpfe für gute Rahmenbedingungen meiner Sache finde ich schon sehr krass
00:33:58: Ja, wenn ich das so in den Vergleich auch setze wie viel allein die Lobby der Familienunternehmen so für ihre Arbeit locker macht.
00:34:06: Dann ist es wirklich wirklich traurig dass es da
00:34:11: ja das war auch
00:34:13: Gewicht gibt.
00:34:14: Die Zahlen sind richtig du ihm genannt hast vom Lobbyregister des Deutschen Bundestags Und Grüße gehen raus an Lobby-Control, die das ja auch untersucht hatten.
00:34:22: und diese Zahl mit den Wirtschafts-, also was ist die Anzahl der Wirtschaftsverbände?
00:34:26: Ich glaube Finanzwende hat es auch mal erhoben.
00:34:30: Was halt so der ganze Finanzsektor habe ich leider die Zahl jetzt nicht im Kopf.
00:34:34: Und das ist wirklich das Missverhältnis.
00:34:37: Es ist einfach so groß und ich hätte selber aber auch nicht gedacht, es war auch was, was mich überrascht hat, dass dann der Anteil von den Gleichstellungsorientierten... Wir haben den Begriff da ja wirklich sehr weit gefasst.
00:34:49: also es sind jetzt nicht nur die sehr fortschrittlichen mit im Kern feministischen Forderungen sondern auch wirklich alles, was halt für die Verbesserung der Situation vom Frauen eintritt, war ja auch mit dabei da der Anteil wirklich noch mal so deutlich kleiner ist als ein anderer Bereich, der Umweltverbände, der ja an sich auch schon in kleiner Bereich ist.
00:35:12: Also dass das nochmal soweit und ohne jetzt eine Hierarchie aufmachen zu wollen zwischen verschiedenen Themen die vertreten werden aber dass die Anliegen der Hälfte der Bevölkerung oder der Gleichberechtigung aller Menschen, dass die politische Interessenvertretungen für diese Anliege mit so wenig Mitteln ausgestattet ist.
00:35:33: Das wird der Sache komplett nicht gerecht und das ist auch... Also was ich häufig höre, ich weiß nicht wie es euch geht aber ich höre durchaus wenn ich über dieses Thema spreche auch mal die Argumente so, ja, aber die kriegen das halt irgendwie nicht hin sich gehört zu verschärfen.
00:35:47: So ein bisschen als ob sie hat dich denn sicher halt auch so blöd an!
00:35:53: Das sind jetzt meine Worte ne?
00:35:54: Das sagt niemand so direkt aber das schwingt schon auch mit.
00:35:57: Und dann denke ich mir aber gut, wenn du der Interessenverband der sogenannten Familienunternehmer bist und halt weiß nicht wie viele Millionen so verfügungen hast.
00:36:05: Wenn du dann irgendwie glaubt, der höchste Betrag von jährlichen Lobbyausgaben, wenn ich mich nicht täuschebar war glaube ich zweihundert noch was tausend Euro... Das erklärt dann warum das Thema Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland auf der politischen Agenda soweit hinten ist und immer weiter zurückfällt.
00:36:24: Das erklärte es, wenn wir die Zahlen mal so sehen können.
00:36:27: Und die Frage, die wir uns alle stellen müssen ist wollen wir das so?
00:36:31: Also ist das was wir für unsere Gesellschaft sehen wollen.
00:36:35: Wollen wir in einem Land leben wo so die Machtverhältnisse verteilt sind und wo dann letztendlich Politik gemacht wird, die ganz andere Interessen vertreten eine sehr starke Stimme haben Faktisch immer hinten anstehen und nie sozusagen mithalten können, weil sie einfach nicht mit den notwendigen Mitteln ausgesteibt.
00:37:01: Ist das etwas... ist das eine bewusste Entscheidung von denenjenigen die die Fördermittel eigentlich hätten um diese Arbeit zu finanzieren?
00:37:09: Oder ist es sozusagen nur, weil die Leute es nicht auf dem Radar schirm haben?
00:37:14: Und das ist ne Frage, die wir noch weiter, weil wir keine qualitativen Befragungen diesbezüglich gemacht haben, können wir die natürlich jetzt nicht beantworten.
00:37:22: aber die Frage Also diejenigen, die in den Positionen sind mittels der Verfügung zu stellen können sich ja selbst mal die Frage stellen.
00:37:30: Ob sie das halt nicht tun, ob Sie das bewusst tun oder nur vielleicht einfach nicht daran gedacht haben?
00:37:36: Wir haben ja glücklicherweise inzwischen auch in Deutschland gute Beispiele, wie zum Beispiel Kai Fijo.
00:37:42: Was er auch beweist ist es halt nicht immer die Frauen, weder die Frauen sind noch sein müssen, die dieses Themenfeld unterstützen.
00:37:50: und da würde ich einmal kurz eine Frage stellen an Kai, den man kurz in die Porteeration... Kai was hatte ich dazu bewegt?
00:37:58: Also das ist wahrscheinlich nicht so ne coole Position.
00:38:02: Ein Beispiel, also dass dann alle immer zu dir kommen um darüber zu sprechen.
00:38:06: Ich weiß nicht ob du dich in dieser Rolle fühlst aber solange das noch so ist möchte ich doch gerne diese Frage stellen was hat dich dazu bewegt?
00:38:15: Ja wie ich dann eben auch immer gerne erzähle die Helene kennt das schon dass sich eigentlich mich mit dem Thema mal befasst habe weil ich auch so genervt war und dachte Geschlechtergerechtigkeit Gleichstellung ja Was soll das eigentlich Feminismus?
00:38:30: Es nervt mich.
00:38:31: Ich beschäftige mich jetzt damit, um mal ein bisschen mehr Futter zu haben, um das richtig doof hinzufinden und je mehr ich mich dann aber eingelesen und damit beschäftigt habe, desto mehr wurde mir klar, da ist noch ganz viel Ungleichgewicht und es ist ein total wichtiges Thema.
00:38:51: Also ich sage mal insofern von meiner... Absicht, Eingangs dahinter ist ja nicht mehr viel übrig geblieben und soweit ist es nach hinten losgegangen.
00:39:00: Aber was ich als große Bereicherung wahrnehme das es so gewesen ist... Ja dann habe ich hier dene eben kennengelernt auf einer Zugfahrt und da haben wir uns darüber unterhalten und das hat eben auch total Spaß gemacht sich dann über das Thema zu unterhalten.
00:39:19: So hab' ich auch immer mehr darüber nachgedacht.
00:39:23: Ja, was auch die Welt.
00:39:25: Die Menschheit dadurch gewinnt wenn eben es auch da mehr Gerechtigkeit gibt und ich denke das ist eine ganze Menge die wir gewinnen können.
00:39:33: im Moment Ist vieles was schiefläuft was auch unsere Lebensgrundlagen bedroht was auch viel Gewalt in die welt bringt sehr Männlich dominiert und sehr patriarchal geprägt Und ich denke jedes Gegengewicht dazu und eben insbesondere Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus spielen da eine ganz wichtige Rolle und deshalb halte ich es für sehr starkungs- und vördungswürdig.
00:40:02: Und ich meine selbst, wenn man sich jetzt auf den Standpunkt stellen würde was ich nicht tue in Deutschland haben wir doch schon genug geschlechter Gerechtigkeit nein haben wir nicht muss man ja auch mit in die Waagschale grafen was international wir an unserem Wohlstand hier auch auf Ausbeutung von Frauen in der ganzen Welt aufgebaut haben.
00:40:23: Und ich meine, an dem Punkt finde ich wenn man sich auch mal ein bisschen mit dem Thema beschäftigt kann man es auch nicht weg definieren oder sagen also da wird's dann ganz offensichtlich.
00:40:37: Wenn man jetzt in seiner patriarchalen Blase in Deutschland bewegt ja dann kann man vielleicht noch auf die Idee kommen.
00:40:50: Wie gesagt, am Ende denke ich einfach es ist ein total wichtiges Thema und da würde würden eben alle von profitieren.
00:40:57: Und eben auch männlich gelesene Personen.
00:41:00: aber Da ist einfach gigantisch viel Angst in der Welt davor was sich auch wiederum nicht nachvollziehen kann.
00:41:11: Ja du beschäftigst dich ja auch einfach viel mit so Verteilungsgerechtigkeit und Machtverhältnis und das spiegelt sich ja alles.
00:41:20: Siri gerade erzählt hat, wie da Mittel und Macht zur Verfügung stehen.
00:41:25: Und wie viel Energie letztendlich reinfließt das zu bekämpfen?
00:41:32: Wie viele Mittel eingesetzt werden um genau diese Narrative und Rückschritte und Backlash zu unterlaufen?
00:41:39: Also da gibt es ja leider aus Deutschland auch wieder keine Daten aber... Da wissen wir aus europäischer Forschung was da an Milliarden reinfließt in antifeministische Narrative und Aktionen.
00:41:52: Vielleicht will ich gleich noch mal von Siri was zu den philantropischen Daten hören, Spendenzahlen.
00:42:00: Du selber bist sehr philanthropisch auch sehr aktiv?
00:42:02: Was begegnet dir in dein kreisendes Thema manchmal?
00:42:06: oder hast du echt oft das Gefühl, du bist die einzige oder eine der wenigen, die das überhaupt offen schirm haben?
00:42:14: weil ich meine da haben wir jetzt ja Daten gehört.
00:42:16: aber kei erstmal der ja sozusagen auf der finanthropischen Seite oft sitzt und wie da die Realität aussieht, wenn so überlegt wird wofür setzen wir Gelder ein?
00:42:29: Und ich finde gerade auch derzeit wo sehr viel ja auch toll geguckt wird.
00:42:34: Wie können wir unsere Demokratie stärken?
00:42:36: Kommt das Thema denn da wenigstens jetzt manchmal vor?
00:42:39: Oder wer sitzt da so in den Räumen und denkt, was wir für Demokratie-Stärkung brauchen.
00:42:44: Versteht mich nicht falsch!
00:42:45: Natürlich brauchen wir Demokratie Stärkung aber meine Logik wäre wie und idealerweise sollte die direkt die Hälfte der Bevölkerung mit einbeziehen und deren Perspektiven.
00:42:58: Kai kannst du da etwas teilen auch aus deiner philanthropischen Reise.
00:43:06: Also ein Thema, das ich sehr präsent habe ist es eine Gründerin und Geschäftsführerin einer NGO bei der ich mich entschieden hatte sie mit größeren Beträgen über einen längeren Zeitraum zu fördern.
00:43:21: Mir gesagt hat dass sei total selten, dass eben männlich gelesene Personen auch Organisationen unterstützen die von weiblich gelesenen Personen geführt werden.
00:43:32: Und ich meine allein das ist jetzt erstmal natürlich auch eine anektotische Sache, aber das war dann eben nicht die einzige, die mir das wiedergespiegelt hat.
00:43:45: Da fing es dann irgendwo so schon an und dann stelle ich eben auch viel fest, dass in den Führungswegen bei Stiftungen es oftmals sehr männlich patriarchal geprägt ist in Unternehmensfamilien, sowohl eben familiär als auch in der externen Beratung.
00:44:14: Auch so sehr sehr patriarchal geprägte Strukturen immer noch vorherrschend sind die dann natürlich auch dazu führen dass das eher ja so die Themen die man aus dem eigenen Leben kennt dann gefördert werden und ja, man dann irgendwie Mann im wahrsten Sinne.
00:44:39: Dann eher gleichgesinnte oder das die Person fördert in dem man sich irgendwie stärker selbst wieder erkennt.
00:44:47: Und das finde ich eben total wichtig.
00:44:51: und deshalb ist für mich dieses Thema Eli Schipp und einerseits auch durch unseren Podcast hier aber einerseits so durch Durch andere Themen, wo ich eben sehr große Privilegien geniesse.
00:45:05: Für mich ist noch ein wichtiges Thema geworden weil ich immer denke wenn man wirklich was verändern möchte dann muss man auch als jemand der in einem System auf den ersten Blick profitiert dafür sorgen dass es gerechter zugeht.
00:45:16: denn am Ende bin ich der Meinung in einer gerechteren Welt zu leben ist eine viel größere Bereicherung als irgendwo Privilegen und Macht bei sich selber zu allokieren.
00:45:30: ja Was geben denn die Daten dazu, Herr Siri?
00:45:33: Ihr habt euch ja auch spendende Daten angeguckt um von wie groß ist der Sektor, der sich damit beschäftigt zu was sind denn die Finanzierungsstrukturen, die ihn unterstützen.
00:45:47: Also wir müssen auf jeden Fall gleich noch mehr über dieses Demokratie-Thema sprechen, weil mir das natürlich auch total umtragt und die Frage wie ist denn der Zusammenhang da eigentlich.
00:45:56: Aber jetzt die versprochenen Daten zu.
00:45:59: zum einen Spender in Befragung als auch die Frage was wissen wir über die Stiftungen Deutschland?
00:46:05: Wir können mit einem deutschen Spendenn monitor, dass es eine jährliche Befragerung von Spenden zusammenarbeiten und da eben auch die Kategorie wurde eingeführt Zum ersten Mal gucken, wie viele Menschen spenden für dieses Thema.
00:46:22: Nur um das noch mal kurz laut zu sagen davor konnten die Menschen nicht mehr ankreuzen.
00:46:29: Wie
00:46:29: wir diese Forschung angestoßen haben.
00:46:32: und ja jetzt würde ich natürlich gerne hier einen Rätselaufmachen.
00:46:34: was denkt der?
00:46:35: Aber es ist leider sehr abgeschlagen auf quasi im letzten Platz.
00:46:41: also wenn wir so eine Liste machen Gucken, wo landet das?
00:46:45: Dann sind das vier Komma eins Prozent der Spendenden.
00:46:51: Die angegeben haben sie spenden für das Thema Gleichstellung.
00:46:57: um euch ein Vergleich zu geben wir sehen zum Beispiel da ich habe ja jetzt schon öfter den Tierschutz herangezogen es sind rein zwanzig Prozent Kinder und Jugendbildung sind über achtundzwanzig prozenten dass er eine Relation hat.
00:47:12: Ja, vielleicht nochmal.
00:47:13: Nur dass wir es einmal gesagt haben uns geht's ja nicht drum Konkurrenzen aufzumachen und wieder Prioritäten verteilen.
00:47:20: Uns geht ja nicht darum es anderen weg zu nehmen.
00:47:23: Anderen wichtigen Themen.
00:47:25: aber sozusagen um mal zu zeigen was Leute für Prioritäten setzen im Spendenverhalten.
00:47:33: Und dafür nicht den Vergleich zwischen Tierschutz und Frauen und Mädchen schon.
00:47:40: Verankert im Bewusstsein.
00:47:42: Also wenn ich mir überlege, ich spende dafür so und da ist glaube ich auch noch eine große Diskrepanz oder das ist wahrscheinlich dann auch etwas der werdet ihr vielleicht noch ein bisschen was zu sagen einfach einen Hebel wo man ansetzen könnte diese dieses stärker ins bewusst sein bringen dass das ein Thema ist ein wichtiges thema.
00:48:00: Zum anderen haben wir auch noch Daten von Stiftungen.
00:48:03: Die sind vom Bundesverband Deutscher Stiftung, kommen die zu der Frage wieviel Organisation, also welche Flüftungen nehmen sich denn diesem Thema an?
00:48:12: und da wieder der Weg über den Satzungszweck?
00:48:15: Hier kommt eine schon uns bekannte niedrige Zahl hoch nämlich nur Komma-Sechs, null Komma.
00:48:20: sechs Prozent der Stiftogen geben als Stiftungszwerg Gleichberechtigung von Frauen und Männern an Auch da, das ist einfach weit abgeschlagen auf dem hinteren
00:48:31: Platz.
00:48:32: Wenn wir was wir auch mit den Daten machen konnten schauen die Zielgruppe von Stiftungsarbeiten uns anschauen dann sehen wir Stiftung die angeben dass sie Frau und Mädchen auch als Zielgruppa haben.
00:48:43: in ihrer Stiftumsarbeit sind wir bei drei Prozent.
00:48:47: wenn Sie die alleinige Zielgruppes sind sind wir beinohlen.
00:48:53: Also, wir hatten uns gefragt ob viel ja nicht vielleicht das Parade über das einzige Beispiel ist was uns irgendwie an einfällt.
00:49:01: Was wir sehen war sie eine Stiftung von der wir sagen könnten die hat diesen alleinigen Sitzungsstiftungszeug.
00:49:12: Ja soweit zu der Frage in Wo haben Förder, wo haben Stiften?
00:49:19: Also wo haben Menschen die Geld geben.
00:49:20: Egal ob das jetzt ein großer Betrag ist oder kleiner Betrag wie oft in welchem Umfang?
00:49:27: denken sie an das Thema Gleichstellung und da landen wir halt wirklich wieder in Prozentbereichen.
00:49:33: Da muss man einfach von Marginalisierung sprechen.
00:49:35: Das sind keine tollen großen Zahlen.
00:49:38: Was mir noch in dem Kontext einfällt, Wirkung, weil Impact.
00:49:45: Alle wollen Impact erreichen natürlich mit dem was sie tun wenn Sie also ob das jetzt öffentliche Gelder sind oder private Gelder oder auch Stiftungen und Stiftung haben in der Regel ja auch Strategien zur Wirkungsmessung usw.
00:49:58: Und auch diejenigen die halt Leute beraten wie wo sie ihr Geld investieren, verspenden wollen, beraten ja auch häufig hinsichtlich der wo die größtmögliche Wirkung erzählt werden kann dass das Thema, also wenn man mit Menschen arbeitet und dabei Menschen was bewirken will dann sind da immer Menschen unterschiedlicher Geschlechter.
00:50:21: Und die Dynamiken in deren Leben, die auch durch das Geschlecht bestimmt sind, sind relevant, wenn man eine Veränderung bewirkt.
00:50:31: Wenn aber die Wirkungsmessungen das Thema überhaupt nicht miteinbezieht kann ja auch nicht die volle, also wenn das noch nicht mal betrachtet wird.
00:50:42: Inwiefern das... Also welchen Einfluss das auf geschlechter Verhältnisse hat die Arbeit, die sie macht?
00:50:48: Dann kann die Arbeit ja auch keine volle Wirkung entfalten hin zu einer gerechteren Gesellschaft.
00:50:54: und das ist ein Punkt der mir nicht plausibel ist warum wir heute zumindest in Deutschland gerade bei der Wirkungsmessung von gemeinnütziger Arbeit, von der Arbeit für eine bessere Gesellschaft und so weiter das Thema Geschlechtergerechtigkeit auch ausgrenzen.
00:51:12: Also es wird nicht erhoben wer überhaupt wohin gibt aber es wird auch also es wird überhaupt nicht angeschaut die Tatsache dass wenn ich nicht einen Blick auf die geschlechter Verhältnisse habe dass sich dann gar nicht mit voller Wirkung arbeiten kann In dem Moment, wo ich was mache und was Menschen betrifft.
00:51:30: Und in der Regel die meisten Sachen betreffen ja in irgendeiner Art und Weise Menschen... Das ist auch ein Punkt, der mir irgendwie mich überrascht hat, dass es nach wie vor so wenig noch gibt in Deutschland, was die Wirkungsmessung betriffte im Feld.
00:51:47: Also Leute wollen mit Impact arbeiten aber niemand fragt, also wie mäßig da ist denn die Art und Weise?
00:51:52: Wie mein Impact-Messe ist sie überhaupt...?
00:51:55: angemessen sozusagen.
00:51:57: Oder passt die überhaupt?
00:51:59: Das ist ja vielleicht auch so zu sagen, weil Musikisch meinte sollten wir jetzt vielleicht auch mal darüber reden warum wir für unsere demokratische vielfältige Gesellschaft diesen Punkt mitdenken sollten und
00:52:12: dass
00:52:13: ich sehe gerade ein Risiko das wir eine neue Pfadabhängigkeit schaffen, das weiter nicht mitdenkens Und je weniger wir das tun.
00:52:21: und Kai, du hast auch die ganzen Gatekeeper erwähnt.
00:52:24: Die Philanthropie Beratenden
00:52:26: etc.,
00:52:27: die alle immer wieder die Partabhängigkeiten schaffen.
00:52:31: Und jetzt gerade sind wir in Deutschland an einem Punkt wo viele von uns sich für eine vielfältige Demokratie einsetzen wollen und ich weiß nicht wie vielen Und da sind leider Männern, ich derzeit erklären muss warum man vielleicht dabei die Perspektive von Frauen mitdenken sollte.
00:52:52: Wenn wir darüber nachdenken wie wir diese Demokratie stärken.
00:52:56: und Siri da du es jetzt auch schon so angesprochen hast Wie gesagt bei mir ist ja eine gewisse Fassungslosigkeit.
00:53:06: und Kai du bestärfst dich hier auch sehr viel mit demokratisch Stärken.
00:53:09: aber vielleicht erst mal Siri ja wie bist ihr gerade damit Geht sowohl in eurer Forschungsarbeit, aber ihr macht ja darüber hinaus auch gerade sehr viel zur Rolle von Zivilgesellschaft.
00:53:22: In dieser Gemengelage.
00:53:25: Also mir geht es wie dir das Gefühl habt dass man sehr viele Menschen noch erklären muss diesen Zusammenhang, der für mich vollkommen klar ist und vollkommen auf der Hand liegt.
00:53:36: Aber was das, was Demokratieförderung, Demokratie-Stärkung damit zu tun hat, dass wir subzünsile Teil der Bevölkerung mit integrieren in unsere Vorstellung Gleichheit den gleichen Partizipationschancen geben.
00:53:51: auch institutionalisiert.
00:53:53: Also ich glaube, wenn man diese Brücke schlagen will, dann kann man das ja irgendwie mit zwei Argumenten machen.
00:53:58: Man kann einfach so ein Demokratiedemokratisches nenn ich das jetzt mal sagen und sagen naja guckt euch mal die Wahlergebnisse an.
00:54:03: Frauen wählen weniger rechtsautoritär, die wählen im Zweifel progressiver.
00:54:09: Das ist schonmal ein Argument.
00:54:11: des anderen ist ja demokratie.
00:54:12: theoretisch ist also wir sind ja angewiesen darauf die Demokratie oder die Vorstellung von Demokratie is ja eine der politischen Gleichheit.
00:54:20: Das heißt, wir müssen die Idee ist allen Bürgerinnen eine gleiche Chance auf gleiche Partizipation und Artikulationsfähigkeit einzuräumen.
00:54:30: So wenn das aber nicht stattfindet weil du aus Gründen von sozialen Gründen nicht die gleichwertige Chance hast dich zu artikulieren indem was du willst oder nicht genug Teilhabe Chancen kriegst Dann haben wir damit eben auch ein Problem.
00:54:48: Das ist dann demokratietheoretisches Problem von Zugang
00:54:53: und es ist nicht nur theoretisch, sondern
00:54:54: das fällt uns jetzt sehr praktisch vor die Füße.
00:54:59: Und dieser Zusammenhang wird einfach relativ selten ausgerollt.
00:55:05: Also wie gesagt für mich war klar aber für ganz viele Menschen da draußen sind besondere Männer glaube ich nicht Und allein deswegen sollten wir da immer auch verstärkt vorbereden, weil das natürlich so eine Art Nexus ist.
00:55:18: Also es ist eine wichtige, was schon will ich sagen, natürliche Idee die beiden Themen zusammenzubringen.
00:55:26: Ja soweit erstmal von mir vielleicht diese ganze Diskussion um warum wird Zivilgesellschaft gerade so angegangen?
00:55:35: Es ist jetzt noch mal ein anderes Thema, aber das Spannende daran ist ja dass wir sehen also wenn wir uns angucken welche Organisationen stehen besonders unter Druck dann sind es so unter anderem natürlich auch die feministischen Lebenorganisationen sich für geflüchteten Hilfe beispielsweise einsetzen.
00:55:52: Also für Menschenrechtsorganisation und aber zusehend auch Umwelt- und Klimaverwände sind es eben diejenigen Organisationen, diejenigen Aktivisten, die sich für sexuelle Freiheit einsetzen.
00:56:06: Für Gleichstellung und das hat natürlich ... Das hat seine Gründe also dass sie da als Feindbild mittlerweile fungieren.
00:56:16: Und es ist was du eben auch erwähntest und auch du Helene... Also das Frauen die sich politisch äußern oder auch aktiv jetzt in politischen Ämtern sind, dass die nochmal von einer ganz anderen Ebene und einer krasseren Art und Weise von Angriffen und Gewalt im digitalen Raum oder im analogen Raum auch betroffen sind.
00:56:38: Und Politikerinnen, die dann von Hate-Aid begleitet werden?
00:56:42: Das ist auch ein Punkt, der so aufzeigt wie sehr das miteinander verschränkt.
00:56:48: Also da zum Beispiel sind auch häufig Gleichstellungsbeauftragte auf kommunaler Ebene
00:56:51: z.B.,
00:56:52: die auch sobald auf lokaler Ebene bestimmte restautoritäre Parteien stärker sind, die dann ihre ganze Arbeit hinterfragen.
00:57:01: Wie du es eben beschrieben hast, da ist ein extremer Druck da und... Gleichzeitig werden denen noch weiter immer die Mittel gekürzt, so anstatt ihnen den Rücken zu stärken.
00:57:13: Und auch von daher wäre das jetzt im Moment wo es ja eine große Einigkeit glücklicherweise gibt oder unter sehr vielen Akteuren und Akteurinnen dass halt mehr getan werden muss um die Demokratie zu stärkern ist es wichtig dass diese Themen da in in der Diskussion mit drin sind.
00:57:32: Es ist kein Randthema, es ist kein zusätzliches Thema, kein Nichtenthema sondern es ist wenn wir über die Stärkung oder die Aufrechterhaltung der Demokratie sprechen dann müssen wir das im Blick haben um überhaupt die Demokratie stärken zu können.
00:57:48: Wenn nicht können wir das nicht... also eine Förderung kann nicht wirksam sein wenn sie das nicht auch sowieso von vornherein mitdenkt.
00:57:55: Man muss auch wissen, dass die Funding, also das Entziehen von Mitteln ein ganz klarer Teil dieser Strategie ist, Zivilgesellschaft mundtotzumachen.
00:58:04: Das hat Strategie und betrifft dann eben auch Fördermittel an allen Ecken und Enden.
00:58:10: Du hast die öffentliche Fördermittel gerade angesprochen und das ist ein Problem was wir jetzt aktuell schon sehen aber wie ich befürchte noch viel stärker werden wird.
00:58:23: Zum Thema Demokratie fällt mir noch ein, dass das nicht nur ein Thema im politischen ist sondern überhaupt Repräsentationen auch auf Ebene von Unternehmen.
00:58:33: Von allen Institutionen einer Gesellschaft und ja da natürlich auch so an den an den mächtigen Schalthebeln und Geschlechtergerechtigkeit in weiter Ferne ist wenn es um Besetzung von Aufzichtsräten geht und Vorständen von Unternehmen, wo ich auch dringend der Meinung bin, dass das eine gesetzliche Quote braucht.
00:59:00: Allerdings wenn man natürlich da eben zivilgesellschaftlich und im Sinne der Lobbyarbeit wenig Möglichkeiten hat und wenig Mittel dahinter stehen umzusetzen, ja das ist dann natürlich auch schwierig wird, dass man wirklich Konsequenz zu installieren.
00:59:23: Ja und ich mein, wie du auch gerade... Also Siri, du sagst die Enzien von Geldern ist eine Strategie.
00:59:30: Bei dem Thema Geschlechtergerichtigkeit wissen wir jetzt es gab ja auch noch nie viele also von den wenigen wird jetzt nur... Also ne?
00:59:39: Ich glaube das ist auch das was mich teilweise wirklich sehr emotional macht dass einfach Es ist ja nicht so, dass wir aus fetten Jahren kommen und die sogenannte Gender Lobby jetzt mal eingehegt werden müsste, sondern wir kommen aus einem Präkariat in das Superpräkariat.
01:00:00: Und insofern ist da auch nicht sehr viel Boden auf dem es wachsen kann und der sich dagegen stemmen kann.
01:00:09: Also wenn ich jetzt über Nacht denke wie geht es gerade Menschen sind.
01:00:16: Und ich bin ja eine davon, also es ist kein theoretisches Duanachdenken aus Jahren die schon wahnsinnig hart waren Organisationen aufzubauen am Leben zu erhalten und jetzt sozusagen noch dazu diesen Backlash und die und die Defermierung.
01:00:34: Also wir kommen ja nicht aus einer Stärke sondern wir kommen schon aus einer absoluten Unter Finanzierung und auch nicht aus unserer Kraft.
01:00:45: Das heißt, es ist einfach... Auch was jetzt da gebraucht wäre an Lobbyarbeit, an Solidarität, an Netzwerken.
01:00:54: Letztendlich ist das schon ein Sektor der einfach davor auch schon wahnsinnig ausgezehrt war.
01:01:01: Und ich sage das jetzt nicht so als Doomsday-Szenario aber ich glaube einfach diese Einordnung fehlt mir auch manchmal, weil es manchmal so ein komisches Narrativ gibt.
01:01:10: Ja jetzt müsste man das mal einhegen!
01:01:13: Das war alles zu viel und das stimmt einfach nicht.
01:01:16: Und unsere Daten zeigen das jetzt auch und dass ist nichts was sich einzelne Akteurinnen einbilden oder halt irgendwie die richtigen Anträge geschrieben haben sondern es gibt eine da instrukturelles Ungleichgewicht was jetzt einfach noch schlimmer wird.
01:01:34: Mir wäre es einfach auch wichtig, dass wir die Menschen, die das seit Jahren versuchen da nicht vergessen.
01:01:38: Weil sozusagen das ist jetzt... was unsere tägliche Arbeit beeinträchtigt, überschattet und es gibt wahnsinnig viel Hoffnung natürlich auch!
01:01:48: Wir sind vernetzt, es gibt so viele tolle Arbeit, die in Klammern auch weitergemacht wird.
01:01:53: aber ich sehe auch sozusagen einfach die Menschen die jetzt dann noch unter einem anderen Druck stehen Wie uns da jetzt nicht was wegbringt über die nächsten Jahre, ein wahnsinnig wichtiger Teil von Demokratie und Engagement und Zivilgesellschaft.
01:02:11: Der dann wirklich auch auf Jahrehin erst mal zerstört ist?
01:02:15: Ja, ich teile deine Sorge, Helena!
01:02:17: Und wenn wir nach Ungarn schauen sehen wie auch etwas passiert, wenn so'n Sektor über mehr als ein Jahrzehnt praktisch kaputt gemacht worden ist in dort halt durch die Regierungspolitik Und das wird noch viele Jahre dauern, um es nochmal aufzubauen.
01:02:34: Auch wie du das beschreibst, Leute sind am Limit und gehen über ihre Grenzen hinweg, um überhaupt noch die Arbeit zu ermöglichen unter sehr schwierigen Bedingungen.
01:02:47: Manchmal wird sie auch erwähnt.
01:02:51: Die machen halt keine gute... Man hört die gar nicht in den Diskussionen und so.
01:02:56: Und dann denke ich mir ja gut, weil die alle total überlastet sind.
01:03:00: Wenn eine Organisation überhaupt keine Finanzierung hat um da ein Presse-Team zu haben oder zumindest eine Vollzeitpresse-Öffentlichkeitsarbeitspersonen und noch eine Fundraising-Personen.
01:03:09: am besten, dass sich die Realität bei der meisten Organisation ist, dass sie gar nicht das Personal haben.
01:03:17: eine Journalistin, ein Journalist anruft und einen Interview machen will.
01:03:19: Und die können dann das Interview nicht machen weil sie gar nicht dafür jetzt Zeit haben.
01:03:24: Dann bedeutet es wiederum ihre Stimme wird in der Öffentlichkeit nicht gehört.
01:03:28: Das ist wie so ne Verkettung also wie so eine Spirale nach unten.
01:03:32: und ich sage manchmal so... Also ich weiß nicht herzhaft eigentlich meine ich's ernst aber das wollen ja immer alle Innovationen fördern alles muss ganz viel Wirkung haben und alles soll ganz innovativ sein.
01:03:44: Und ich sage dann immer, wenn ihr wirklich mal was Innovatives machen wollt.
01:03:48: Dann gebt einfach langfristige gute Finanzierung an feministische oder also an gleichstellungsoorientierte Organisationen die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.
01:03:59: Es ist noch nie gemacht worden.
01:04:01: Noch nie!
01:04:02: Das wäre wirklich mal innovativ.
01:04:03: Wenn der Sektor mal ausgestattet würde um das fast... notwendig ist, sich in die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche einzubringen und auch politische Interessenvertretung zu machen.
01:04:15: Wie dann noch die Politik?
01:04:16: Und wie dann die ganze Gesellschaft und wie die Demokratie sich verändern könnte?
01:04:21: Ja absolut also...
01:04:24: Das jetzt vielleicht auf einem schönen Dreh nochmal in sozusagen die Zukunft zu gucken möglich wäre.
01:04:31: Also wie könnten denn jetzt finanthropische Akteure, sowohl institutionell als auch privatpersonen sich eindringen um hier ja wirkungsvoll zu agieren und auch innovativ?
01:04:47: Aber das fände ich jetzt auch schön da nochmal hinzugucken weil es liegt sozusagen einen Ein ganzes Spielfeld liegt uns zu Füßen, um hier demokratische Akteurennen langfristig und nachhaltig zu stärken.
01:05:01: Und das könnte sehr innovativ und sehr wirkungsvoll sein!
01:05:05: Vielleicht ergebe ich die Frage in den Raum sozusagen was sowohl vielleicht aus deiner Forschungssicht als auch Karim von seiner langen Erfahrung was... Was könnt ihr jetzt den Unterschied machen?
01:05:16: Wen bräuchte es dazu?
01:05:19: Wo seht ihr vielleicht sogar auch erste kleine Ansätze?
01:05:22: Vielleicht ja auch in Deutschland, sondern aus anderen Ländern von denen wir potenziell lernen könnten oder auch von hier.
01:05:28: Vielleicht siehst du erst mal aus Forschungssicht und dann aus Praxis Sicht.
01:05:33: Karin
01:05:35: Ich weiß gar nicht ob ich aus Forschungssicht da so eine gute Antwort darauf geben kann weil wir uns ja eher angucken was ist und gar nicht.
01:05:41: Wir können ja nicht in die in die zukunft freien forschen Und dann sagen also ich kann dir natürlich sagen was ich mir wünsche Aber das ist jetzt nichts, was ich aus den Daten ableiten kann.
01:05:51: Deswegen haben wir es ja hier alles gemacht aber... Ich versuche trotzdem mal eine Antwort vielleicht auf die Frage wie können wir oder auch ableiten von dem was ich sonst mit der Zivilgesellschaftsforschung mache?
01:06:07: Als vielleicht Positives oder gutes Zeichen habe ich momentan den Eindruck, dass schon viele Leute auch aufwachen und merken das sie zum Beispiel für ihre Demokratie was tun müssen entweder im Engagement also mit Zeitspende aber eben auch mit Geldspender.
01:06:23: Also ich bin ja viel unterwegs in Vorträgen Und das ist so quasi immer mein Appell zu sagen leute macht auf und stellt euch quasi hinter eure Demokratie statt die Ausstattet die Leute Die Organisationen die dafür kämpfen mitteln aus damit sie das tun können und damit vielleicht wenn öffentliche Mittel wegbrechen, diese Organisation nicht aufgeben müssen.
01:06:45: Und da habe ich schon das Gefühl, dass sich das so langsam im Bewusstsein verankert und deswegen finde ich es auch so wichtig die beiden Themen zusammenzubringen weil sie für mich absolut zusammenhängen.
01:07:00: Da wäre quasi eine Antwort zu sagen, dass wir noch stärker darauf hinarbeiten müssen zu dieser stärkeren... Zu diesem stärkeren Bewusstsein, zu diesem stärker darüber reden öfter darüber reden mit jedem darüber reden.
01:07:14: Nicht nur wir in der Bubble quasi sondern jeden Ansprechen auch irgendwie den Onkel auf der Familienfeier.
01:07:21: ihr wisst was ich meine.
01:07:22: ja also nur eben die harte Wahrheit auch.
01:07:27: Denjenigen damit konfrontieren beziehungsweise davon diese Eredite immer von aller ich steppe und so versuchen in denen davon zu überzeugen, dass das sinnvoll ist.
01:07:37: Und zwar für alle Beteiligten einer Gesellschaft.
01:07:40: Das sinnvoll es.
01:07:41: aber da sind wir ja schon sehr an diesem Bereich.
01:07:43: was was wünsche ich mir?
01:07:45: Ich gesagt
01:07:46: auch forschende dürfen sich fassen
01:07:49: und ansonsten Ja weiter strukturen.
01:07:52: dann kannst du natürlich auch noch viel zu sagen.
01:07:54: also das was du eben angesprochen hast mit diesen langfristigen Institutionellenförderung.
01:07:59: Wie wahnsinnig wichtig.
01:07:59: das wäre auch jeden Fall, was ich mir von Stiftungen wünschen würde endlich mal also wir wissen das ja auch aus der Empirie, wir wissen es aus der Forschung dass ist eigentlich so dumm.
01:08:11: Das Projekt Finanzierung zu machen für ein halbes Jahr für ein Jahr?
01:08:15: Was soll denn da passiert?
01:08:16: Also was soll sich dann an Infrastruktur bilden können?
01:08:21: und dass das sich endlich mal dieser Erkenntnis endlich mal fest setzt Und dann eben im Ergebnis zeitig, dass man sagt, okay, man kriegt institutionelle Förderung und längerfristige Förderungen um eben was aufbauen zu können.
01:08:33: Und den Rücken der Aktivistinnen die da draußen in der vielen Organisationen sich dafür einsetzen stärken zu können.
01:08:40: Was braucht es ab jetzt noch für Forschung?
01:08:43: Da würde ich mir tatsächlich wünschen dieses Monitoring das wir jetzt aufgesetzt haben, was wir angefangen haben ja Dass das auch fortgeführt wird mit den entsprechenden Kategorien Wir haben das jetzt beitreten breit erzählt, dass die noch fehlen und teilweise sind sie ja dann auch ist das ja auf rufbaren Boden gefallen.
01:08:59: Beim Spendenmonitor zum Beispiel wird es dann drin bleiben, dass das eine wunderbare Sache ist wenn wir endlich eine gute Substanz haben und dieses Beobachten, dieses kontinuierliche Beobachtung machen können um zu sehen wie verändert sich der Sektor?
01:09:14: Wie anfällig.
01:09:16: Das ist auf jeden Fall etwas, was ich mir wünschen würde.
01:09:19: Dann gibt es aber noch viele Unterbereiche, die wir gar nicht erfassen konnten.
01:09:21: Du hast gesagt, du konntest leider keine qualitrativen Interviews führen, was dich super gern gemacht hat um einfach diese Tiefenbohrung zu machen und diese tiefen Untersuchungen auch.
01:09:31: mehr noch... Gründe zu finden, Naative zu finden.
01:09:35: Das würde ich mir wünschen.
01:09:36: jetzt einfach wenn ich mir eine Forschungsagenda noch schreiben kann dann würde ich das da auf jeden Fall reinpacken.
01:09:41: auch die Frage von Anreinersektoren ja also die ganze Frage der Wirtschaft, die ganze frage der Unternehmen wie kooperieren Unternehmen mit wie gesellschaftlich oder wo wirken Unternehmen wenn sich Unternehmen sozial engagieren?
01:09:55: Wie sie das inwiefern sieht es denn auch in diesem Themenbereich tun und was ist das für eine gute was gute Wege wären.
01:10:01: Du hast den Impact angesprochen, also Impactforschung, bessere Impactforschungen würde ich mir wünschen.
01:10:09: Ja genau bei der Frage welche Daten und welche Forschung brauchen wir noch da ist die Liste auch lang?
01:10:17: Ich denke gerade weil wer auch ... Helene ich glaube du hattest für ein Argument so gute Beispiele aus anderen Ländern vielleicht.
01:10:25: und bezüglich Forschung das denke ich jetzt In den USA ist, wird der ganze Sektor ja auf vielen Ebenen anders als in Deutschland.
01:10:33: Aber denn noch es gibt ja schon auch in Deutschland viel Anthropie-Forschung oder auch in Europa und in den USA die Lilly School für Landtropie haben ein Women's Philanthropy Institute was auch durch große private Geldgeberinnen ermöglicht ist Und sie machen Forschungen hoch und runter.
01:10:48: also Geschlechter unterschiede bei Leuten wie Sie spenden aber halt auch an Weltoorganisationen Also Frauenrechtsorganisation wird gegeben usw.
01:10:57: Da hat man halt eine ganz andere Ausgangssituation.
01:10:59: Wenn man da wirklich ein richtiges Forschungsinstitut dazu hat, das dann auch überall über die Zeiträume sich das alles genauer anschaut und weil dieses ja wir haben es ja auch in unserer Präsentation was nicht gezählt wird zählt nicht.
01:11:14: also wenn wir uns nur in Anführungszeichen nur des Zählen alleine ist nicht die Lösung.
01:11:20: danach muss natürlich die Handlung folgen.
01:11:21: aber wenn Fakten basierte Diskussionen führen können, weil wir noch nicht mal die Zahlen dazu haben.
01:11:29: Dann können wir halt nicht weiterkommen.
01:11:30: Das heißt, die Daten zu haben und die Daten über einen Zeitverlauf zu haben ist eine Voraussetzung.
01:11:35: Und dann der nächste Schritt ist natürlich daraus auch Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
01:11:41: Denn es kann natürlich auch sein, dass wir Daten haben und ich kenne das auch aus dem Bereich Gewalt gegen Frauen da haben wir jetzt wirklich schon lang genug.
01:11:48: wissen wird, dass beispielsweise in Deutschland jede dritte Frau schon Gewalt erlebt hat, also die Zeit gibt's schon.
01:11:54: seit jeder Studie über die Jahrzehnte hinweg hat das schon gezeigt und die werden heute gibt's ja jetzt mehr Details und so weiter.
01:12:02: aber dennoch hat das die ganzen vielen Jahre noch nicht dazu geführt dem Ausmaß des Problems entsprechend investiert wurde.
01:12:09: Es kann auch sein, dass uns das hier auch passiert aber dennoch ist es notwendig Daten und Fakten und Evidenz basierend argumentieren zu können und dafür brauchen wir das.
01:12:19: Und da können die verschiedenen Fördereinrichtungen oder auch Privatleute, die sie beraten für ihre Philanthropie können auch damit anfangen und sich anschauen, okay wie fördern wird denn.
01:12:31: Wer sind dann die Zielgruppen unserer Förderung?
01:12:33: Was sind denn die Zwecke?
01:12:34: Und haben wir denn in unserer Wirkungsmessung, haben wir dann die Auswirkungen auf Geschlechtergerechtigkeit, auf unterschiedliche Geschlechter der Lebenssituation?
01:12:42: Haben wir das mit auf dem Schirm?
01:12:44: Und falls noch nicht, dann könnte das eingeführt werden und danach können dann nochmal in Zukunft auch bessere Förderentscheidungen getroffen werden.
01:12:52: also ist es wirklich so möchten wir das für unser Förderportfolio dass wir die Anliegen von Frauen und Mädchen immer ausglammern.
01:13:03: Möchten wird das?
01:13:04: Weil wenn es nicht gemacht wird, heißt das ja de facto, dass man das ausgelamert, ausgrenzt.
01:13:08: Und ist das wirklich das was wir wollen?
01:13:11: Ich glaube bei vielen meine Vermutung ist – ich habe dafür keine Belege aber meine Vermotung ist, dass viele das nicht wollen und dass das nur passiert ist sozusagen weil halt noch nie darauf geachtet worden ist.
01:13:20: Also daher wäre das auch ein erster Schritt.
01:13:23: diejenigen, die Förderung machen sich das Thema auch anschauen und dann halt entsprechend ihre Förderstrategie gegebenenfalls anpassen.
01:13:33: Und auch dass diejenigen, die sich jetzt nicht so tief in das Thema selbst einarbeiten möchten aber die verstehen, dass es da eine Notwendigkeit gibt.
01:13:42: Dass sie dann sicher dafür entscheiden hinzuspenden wo es halt schon Organisationen gibt also zum Beispiel viel.
01:13:48: ja die Frauenstiftung Die hat's schon im Namen Das ist ne Stiftung die sehr viel Erfahrung hat über die Jahre in Deutschland und international feministische Zivilgesellschaft zu fördern und es gibt auch andere Organisationen.
01:14:01: Und dann gibt's natürlich auch Organisationen wie Verschere oder viele, viele andere auch die leicht auffindbar sind.
01:14:10: Wenn man dann sein Geld dahin investieren will, hat ein ja nichts davon ab.
01:14:15: Die Frage ist so... Ist das eine bewusste Entscheidung, nicht diesen Bereich zu fördern oder ist es nur etwas was uns in Anführungszeichen so passiert weil wir bisher noch nicht darauf geachtet haben?
01:14:25: Das ist aus meiner Sicht ein erster Schritt der ganz einfach niedrigschweilig ohne großen zusätzlichen Aufwand dann ganz vielen Stellen ab heute gemacht werden kann.
01:14:37: Was mich in der Studie so ein bisschen gefreut hat ist dass gerade in jüngeren Generationen ja die man sich die Privatenspenden anschaut, die Spendenbereitschaft viel höher ist eben in dieses Thema zu investieren und ich auch so den Eindruck habe, dass jetzt auch dadurch dieses Konzept von dieses Stammhalter-Prinzip ja irgendwie in den letzten Jahrzehnten immer mehr aufgeweicht wurde.
01:15:04: Auch immer mehr in den jungen Generationen eben auch weiblich gelesene Personen in den Gesellschaft der Innenkreis aufgenommen werden dass sich da jetzt auch generational ein bisschen was verändern kann.
01:15:18: Wobei ich dann auch wieder sagen muss, das ist natürlich auch wieder dieses Thema irgendwo den weiblich gelesenen Personen diese Verantwortung wieder zuzuschieben eben davon gebraucht zu machen und so möchte ich das deswegen auch nicht stehen lassen sondern eben auch gerade von an männlich gelesene Seite abhördieren da eben auch den Beitrag zu leisten sich mit dem Thema auch wirklich mal zu beschäftigen, um auch zu erkennen dass es ein wichtiges Thema ist und ein Thema wo wir ja auch in Deutschland noch einen weiten Weg vor uns haben.
01:15:53: Und immer diese Zahlen vor Augen und hoffentlich wenn wir meine Folgeerhebung machen dazu deutlich anderen Zahlen kommen.
01:16:05: Danke Kai, ein besseres Schlusswort hätten wir glaube ich nicht skripten können.
01:16:10: Wir schreiben uns ja vorher nie Skripts auf aber danke dass du sozusagen uns hier jetzt so zusammengefasst hast.
01:16:18: Danke an unsere Gästinnen die heute da waren.
01:16:20: es war eine Premiere für uns und wir konnten heute wieder im Publix aufnehmen was immer eine tolle Gelegenheit hier ist.
01:16:28: Tonstudio Ich bin sehr dankbar für die Forschung-Serie, die du und dein Team gemacht haben.
01:16:35: Und wir werden alle Infos und Ergebnisse in den Shownotes verlinken.
01:16:40: Im Verlauf des Jahres kommen auch die weiteren Studienteile raus.
01:16:45: Und Karin danke für all deine jahrzehntelange Arbeit!
01:16:49: Also was wir jetzt hier machen steht mit auf deinen Schultern – das es Menschen gibt, die da schon so lange an diesen Themen arbeiten und nicht müde werden Trotz, trotz einem was wir heute besprochen haben.
01:17:02: und von meiner Seite schon mal als Schlusspunkt auch danke an dich Kai für deinen Allyship und Unterstützung zu all der Arbeit.
01:17:12: Und natürlich auch für diese weitere Folge Podcast!
01:17:17: Ich sage schonmal bis zum nächsten Mal
01:17:20: Ja auch von mir vielen vielen lieben Dank auch an dich Siri und ich Karin, dass ihr euch die Zeit genommen habt das hier noch mal vorzustellen.
01:17:31: Und wie immer auch dir lieben Dank, ihr Däner!
01:17:35: Ja von mir auch Danke für uns hier haben und uns auch die Möglichkeit geben über die Dinge die wir tun zu sprechen.
01:17:43: vielen dank
01:17:43: ja da schieße ich mich an.
01:17:45: danke euch allen
01:17:47: in Verbindung.
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